Westlicher Flachlandgorilla

Westlicher Flachlandgorilla

Gorilla gorilla gorilla

Übersicht

Der Westliche Flachlandgorilla (auch Gorilla gorilla gorilla) ist in Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun, der Demokratischen Republik Kongo und dem Süden von Niger heimisch. Die Tiere leben in Regen- und Sumpfwäldern sowie auf verlassenen landwirtschaftlichen Flächen.

Sie haben schwarze Haut, dunkle, nach vorne gerichtete Augen, einen ausgeprägten Überaugenwulst, große Nasenlöcher und grobes Fell, das, abgesehen von Gesicht, Ohren, Händen und Füßen, ihren gesamten Körper bedeckt. Männchen sind deutlich größer als Weibchen. Mit zunehmendem Alter wird das Fell auf dem Rücken der Männchen grau, weshalb sie auch „Silberrücken“ genannt werden.

Männliche Gorillas sind viel größer als die Weibchen, manchmal sogar doppelt so groß. Im Schnitt erreichen sie in aufrechter Haltung eine Größe von 1,70 m und wiegen 181,5 kg. Die Weibchen sind 1,50 m groß und wiegen etwa 79 kg.
Standort auf der Karte
Gefunden in
Afrika
Klasse
Mammalia
Ordnung
Primates
Familie
Hominidae
Gattung
Gorilla

Arterhaltung​szustand

Der Westliche Flachlandgorilla gilt als vom Aussterben bedroht. Seine Lebensräume in den tropischen Wäldern Zentralafrikas werden durch Abholzung, Bergbau und die Ausweitung der Landwirtschaft immer weiter zerstört. Das macht es für die Tiere schwieriger, Futter zu finden, und trennt die verschiedenen Gruppen voneinander. Wilderei ist nach wie vor eine große Bedrohung, da Gorillas wegen ihres Fleisches gejagt werden und ganze Gruppen manchmal getötet werden, nur um ein einzelnes Jungtier für den illegalen Handel mit Wildtieren zu fangen. Krankheiten wie das Ebola-Virus haben in den letzten Jahrzehnten bis zu 90 % mancher lokaler Bestände ausgerottet. Der Klimawandel verschärft die Lage zusätzlich, indem er ihre Waldökosysteme nachhaltig beeinflusst.

Gorillas werden sowohl in situ als auch ex situ geschützt. Schutzgebiete und Nationalparks bieten wichtige sichere Lebensräume für die Tiere und sorgen mithilfe von Patrouillen gegen Wilderei und Lebensraummanagement für deren Erhalt. Gemeindebasierte Arterhaltungsprogramme binden die lokale Bevölkerung in nachhaltige Lebensweisen und Waldbewirtschaftung ein und verringern so den Anreiz, Gorillas zu jagen oder zu fangen. In Gefangenschaft kümmern sich Zoos und Zuchtzentren um Zuchtprogramme, öffentliche Aufklärung und genetische Forschung und unterstützen die Bemühungen vor Ort mit finanziellen Mitteln, um das langfristige Überleben der Art zu sichern.

Wildbestand
230.000 – 260.000
Arterhaltung​szustand
Vom Aussterben bedroht

Tierfakten

  1. Gorillas sind die größte Primatenart.
  2. Gorillas sind für die Wälder, in denen sie leben, enorm wichtig, da sie durch ihre Wanderungen und ihre Fressgewohnheiten für eine Verbreitung von Pflanzensamen sorgen.
  3. Gorillas bauen tagsüber Nester, in denen sie nachts schlafen. Meist befinden sich diese Nester in Bäumen.
  4. Gorillas stellen Werkzeuge her und nutzen diese auch. So bearbeiten sie zum Beispiel Äste, um an Nahrung zu kommen, die außer Reichweite ist, oder um die Wassertiefe eines Flusses oder Sees zu ermitteln.
  5. Gorillas können Gebärdensprachen erlernen: Koko, ein Gorillaweibchen, das im Zoo von San Francisco geboren wurde, beherrschte beispielsweise über 1.100 Gebärden.

Planet Zoo 2 befindet sich derzeit aktiv in der Entwicklung, und die Zoopedia spiegelt diesen Entwicklungsprozess wider. Texte, Bilder, Statistiken usw. sind nicht zwangsläufig endgültig und können sich noch ändern oder ergänzt werden.

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