Waldohreule

Waldohreule

Asio otus

Übersicht

Die Waldohreule (Asio otus), auch bekannt als Nordische Waldohreule, Kleine Horn-Eule oder Katzen-Eule, ist eine mittelgroße Eule, die in weiten Teilen Europas, Asiens, Nordamerikas und Teilen Nordafrikas vorkommt. Sie lebt in Wäldern, Forsten und dichten Buschwerken, oft in der Nähe von offenen Graslandschaften oder Wiesen, wo sie kleine Säugetiere wie Wühlmäuse und Mäuse jagen kann.

Die Waldohreule zeichnet sich durch lange, aufrecht stehende Ohrbüschel, orangefarbene Augen und ein fleckiges braunes Gefieder aus.

Weibchen sind in der Regel größer als Männchen, mit einer Größe von 27 cm bis 40 cm, einer Flügelspannweite von 90 cm bis 100 cm und einem Gewicht von 260 g bis 435 g. Männchen sind 25 cm bis 37 cm groß, haben eine Flügelspannweite von 84 cm bis 95 cm und wiegen zwischen 220 g und 305 g.
Standort auf der Karte
Gefunden in
Nördliche Hemisphäre
Klasse
Aves
Ordnung
Strigiformes
Familie
Strigidae
Gattung
Asio

Arterhaltung​szustand

Waldohreulen kommen zahlreich vor und gelten als „nicht gefährdet“, doch ihre Populationen sind insgesamt rückläufig. Sie sind auf dichte Wälder zum Nisten und offenes Grasland zum Jagen angewiesen, doch durch die Beseitigung von Hecken, die Rodung von Wäldern und die Intensivierung der Landwirtschaft sind die verfügbaren Brut- und Nahrungsgebiete zurückgegangen. Eine weitere ernsthafte Bedrohung für alle Greifvögel ist die Sekundärvergiftung durch Nagergifte, die zur Bekämpfung von Ratten eingesetzt werden. In städtischen Gebieten können Stromleitungen und der Straßenverkehr zusätzlich zum Tod von Eulen führen.

Der Schwerpunkt beim Schutz der Waldohreule liegt auf dem Erhalt und der Wiederherstellung von Lebensräumen sowie einer verantwortungsvollen Landbewirtschaftung. Die Erhaltung von Mischwäldern und Graslandmosaiken sowie die Bereitstellung künstlicher Nistmöglichkeiten unterstützen die bestehenden Populationen. Die Reduzierung des Einsatzes schädlicher Nagergifte zugunsten tierfreundlicher Schädlingsbekämpfungsmethoden ist ebenfalls ein wichtiger Schritt. Aufklärungskampagnen für die Öffentlichkeit konzentrieren sich darauf, die wichtige Rolle der Eulen für ein ausgewogenes Ökosystem hervorzuheben, das Raubtiere, Beutetiere und Menschen unterstützt.

Wildbestand
2.200.000 – 3.700.000
Arterhaltung​szustand
Nicht gefährdet

Tierfakten

  1. Die Waldohreule nutzt oft alte Nester, die von anderen Vögeln gebaut wurden, vor allem die von Krähen oder Elstern.
  2. Die „langen Ohren“ der Waldohreule sind in Wirklichkeit keine Ohren, sondern Federn, die zur Tarnung und Kommunikation dienen.
  3. Die Waldohreule besitzt spezielle Federn mit weichen, gefransten Rändern, die ihren Flug nahezu geräuschlos machen und es ihr ermöglichen, sich so unbemerkt ihrer Beute zu nähern.
  4. Die Waldohreulenpopulationen, die in den kälteren nördlichen Regionen leben, ziehen im Winter gen Süden, während die Tiere in milderen Gegenden eher das ganze Jahr über bleiben.
  5. Die Waldohreule ist hervorragend getarnt und sitzt tagsüber meist ruhig in dichten Nadelbäumen, wodurch sie oft unbemerkt bleibt, selbst wenn sie sich in der Nähe von Menschen aufhält.

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