Sumatra-Tiger
Panthera tigris sumatrae
Übersicht
Sumatra-Tiger haben ein orangefarbenes Fell mit schmalen schwarzen Streifen. Im Vergleich zu anderen Tiger-Unterarten besitzen sie häufig eine stärker ausgeprägte Mähne.
Sumatra-Tiger sind die kleinste Tigerart. Männchen erreichen eine Länge von etwa 2,2 bis 2,5 m, einschließlich eines 0,85 bis 1 m langen Schwanzes. Weibchen sind mit 2 bis 2,3 m Gesamtlänge etwas kleiner. Ausgewachsene Männchen wiegen zwischen 100 und 140 kg, Weibchen zwischen 75 und 110 kg.

- Gefunden in
- Südostasien
- Klasse
- Mammalia
- Ordnung
- Carnivora
- Familie
- Felidae
- Gattung
- Panthera
Tierpflegergespräche – Sumatra-Tiger
Holt euch am 13. Oktober Inspiration für eure Gehege in Planet Zoo 2! Wir haben mit Jack Cunningham, dem Tierpfleger für Raubtiere im Chester Zoo, übe...
Jetzt ansehenArterhaltungszustand
Alle Unterarten des Tigers gelten derzeit als stark gefährdet, allerdings wurden Sumatra-Tiger bei der letzten taxonomischen Bewertung noch als vom Aussterben bedroht eingestuft. Große Teile der Regenwälder Sumatras werden für Palmölplantagen, Holzgewinnung und Landwirtschaft abgeholzt. Die dadurch entstehende Fragmentierung des Lebensraums der Tiger erschwert ihnen die Suche nach Nahrung und Partnern. Oft kommt es dabei auch zu Begegnungen mit Menschen, die häufig tödlich enden. Eine weitere Bedrohung ist die Wilderei, da Tigerfelle und Körperteile auf dem Schwarzmarkt sehr begehrt sind.
NGOs und die indonesische Regierung kämpfen mit Maßnahmen wie dem Schutz der Lebensräume, der Bekämpfung der Wilderei und der Aufklärung der Bevölkerung gegen den Schwund der Tigerpopulation. Nationalparks sind wichtige Zufluchtsorte für die Tiere, und Patrouillen entfernen Fallen und verhindern illegale Jagd. Lokale Initiativen tragen durch Strategien zur Koexistenz dazu bei, Begegnungen von Mensch und Tiger zu senken. Außerhalb der Wildnis sorgen Zuchtprojekte in anerkannten Zoos für eine genetisch gesunde Ersatzpopulation, die für eine potenzielle zukünftige Wiederansiedlung vorgesehen ist.
All diese koordinierten Bemühungen sollen eine nachhaltige Zukunft für eine der am stärksten gefährdeten Großkatzen der Welt sichern.

- Wildbestand
- 400 – 600 (geschätzt)
- Arterhaltungszustand
- Stark gefährdet
Tierfakten
- Tiger haben von allen Katzen die beeindruckendsten Zähne: Ihre Eckzähne können bis zu 90 mm lang werden.
- Wie alle Tiger haben auch Sumatra-Tiger nicht nur gestreiftes Fell, sondern auch gestreifte Haut.
- Sumatra-Tiger lieben Wasser und sind ausgezeichnete Schwimmer. Sie überqueren häufig Flüsse und Seen auf der Suche nach Beute oder neuen Revieren.
- Arbeiter in Mangrovenwäldern tragen teilweise Masken auf dem Hinterkopf, um Tigerangriffe zu verhindern. Tiger greifen meist von hinten an, glauben aber, beobachtet zu werden, wenn sie ein „Gesicht“ sehen.
- Der Urin von Tigern riecht wie Butterpopcorn, da er dieselbe Aromazusammensetzung hat.
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Sozialverhalten Und Fortpflanzung
Sumatra-Tiger sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarung. Eine Ausnahme bilden Muttertiere mit ihren Jungen.
Die Balz- und Paarungszeit findet das ganze Jahr über statt, insbesondere aber während der Regenzeit. Sumatra-Tiger legen stark territoriales Verhalten an den Tag und leben allein. Ein paarungsbereites Weibchen markiert sein Revier mit entsprechenden Duftmarken und lockt Männchen außerdem mit Rufen an. Folgen mehrere Männchen der Einladung, kämpfen sie um das Recht zur Paarung. Zwischen dem erfolgreichen Männchen und dem Weibchen kommt es zu einer kurzen Balzphase mit gegenseitigem Beschnuppern, Reiben, freundlichen Prustlauten und sanftem Zwicken. Die Paarung erfolgt über mehrere Tage hinweg mehrmals, um eine Befruchtung sicherzustellen. Anschließend zieht das Männchen weiter, während das Weibchen die Aufzucht der Jungen allein übernimmt.
Nach einer Tragzeit von etwa 100 bis 110 Tagen bringt das Weibchen meist 2 oder 3 Welpen zur Welt, gelegentlich auch bis zu 5. In den ersten Lebenswochen sind die Welpen auf den Schutz und die Milch ihrer Mutter angewiesen. Diese versteckt die Kleinen in dichtem Gebüsch oder in Höhlen und bringt sie häufig an andere Orte, um sie vor Feinden zu schützen. Mit etwa 2 Monaten beginnen sie, Fleisch zu fressen, und mit etwa 6 Monaten lernen sie durch Beobachtung der Mutter das Jagen.
Junge Tiger bleiben etwa 1,5 bis 2 Jahre bei ihrer Mutter, bevor sie selbstständig werden und eigene Reviere gründen. Die Geschlechtsreife wird mit ungefähr 3 bis 5 Jahren erreicht.