Sekretär
Sagittarius serpentarius
Übersicht
Er besitzt lange Beine, einen weiß gefiederten Körper mit schwarzen Schwungfedern an den Flügeln und schwarze Federn an den Oberschenkeln. Sein hakenförmiger Schnabel ist weiß. Der Bereich um die Augen ist orangerot gefärbt. Der Sekretär hat eine markante Haube aus schwarzen und weißen Federn, die an seinem Hinterkopf hervorstehen.
Sowohl Männchen als auch Weibchen sind zwischen 1,2 und 1,5 m groß, haben eine Flügelspannweite von 1,9 bis 2,2 m und wiegen zwischen 3,7 und 4,3 kg. Einige Männchen verfügen über etwas größere Schwanzfedern oder Hauben als die Weibchen, aber im Allgemeinen sehen sich beide Geschlechter sehr ähnlich.

- Gefunden in
- Afrika
- Klasse
- Aves
- Ordnung
- Accipitriformes
- Familie
- Sagittariidae
- Gattung
- Sagittarius
Arterhaltungszustand
Der Sekretär galt einst als gefährdet und wird heute als stark gefährdet eingestuft; sein Bestand ist aufgrund von Lebensraumverlust und -zerstörung stark zurückgegangen. Ein Großteil der offenen Graslandschaften, auf die er angewiesen ist, wurde für landwirtschaftliche Zwecke umgewandelt, während Veränderungen in der Landnutzung und -bewirtschaftung, wie übermäßige Brandrodung und intensive Beweidung, das Beuteangebot verringern und die Jagdgebiete beeinträchtigen. Darüber hinaus verschärfen Kollisionen mit Stromleitungen, das Verfangen in Zäunen, Sekundärvergiftungen durch Pestizide und unvorhersehbare Klimaextreme wie zunehmende Hitze und Dürre diese Bedrohungen zusätzlich.
Langzeitbeobachtungen, einschließlich Bürgerwissenschaftsberichten, und ökologische Forschungen über den Sekretär sind Mittel, um diese Probleme zu verstehen und zu mindern. Durch die Zusammenarbeit mit Landbesitzern sollen wildtierfreundliche Anbaumethoden gefördert werden. Angepasste Zaunkonstruktionen und gekennzeichnete Stromleitungen können infrastrukturbedingte Verluste verringern. Die Zucht in Gefangenschaft liefert Erkenntnisse für mögliche Auswilderungen zur Unterstützung bedrohter wildlebender Populationen. Mit diesen Strategien besteht die Hoffnung, dass bestehende Populationen geschützt und angesichts des Klimawandels und zunehmender menschlicher Eingriffe widerstandsfähiger gemacht werden können.

- Wildbestand
- 6.700 – 67.000
- Arterhaltungszustand
- Stark gefährdet
Tierfakten
- Obwohl Sekretäre fliegen können, tun sie das nur selten. Sie bewegen sich meist zu Fuß fort.
- Der wissenschaftliche Name des Sekretärs, „Sagittarius serpentarius“, bedeutet „der Schlangenbogenschütze“.
- Man nimmt an, dass der Sekretär seinen Namen aufgrund der Federfransen um seinen Kopf herum erhielt. Diese erinnern an die Federkiele, die sich die Rechtssekretäre des 19. Jahrhunderts hinter die Ohren steckten.
- Der Sekretär hat einen sehr kräftigen Tritt, mit dem er Schlangen töten kann.
- Obwohl man sie oft nur mit Schlangen in Verbindung bringt, gehören ebenfalls Insekten, Spinnentiere und kleine Säugetiere zur Beute des Sekretärs.
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Sozialverhalten Und Fortpflanzung
Sekretäre sind monogam und leben gemeinsam als Pärchen.
Sekretäre sind ganzjährig paarungsbereit, solange ausreichend Beute vorhanden ist. Die Hauptpaarungszeit fällt jedoch in die Regenzeit. Männchen und Weibchen suchen sich einen dornigen Baum, meist eine Akazie, in dessen Kronenwerk sie ihr Nest in Form einer großen Plattform bauen. Während der Balz fliegen sie hoch in die Luft und schweben im Sturzflug übereinander und das Nest hinweg. Das Männchen ist dabei oft aktiver. Die Paarung findet meist am Boden statt.
Kurz nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 3 Eier ins Nest, meist in Abständen von 2 Tagen. Männchen und Weibchen brüten abwechselnd die Eier über einen Zeitraum von insgesamt 42 bis 46 Tagen aus, bis sie schlüpfen. Nach dem Schlüpfen gehen beide Elternteile auf Beutefang und füttern die Küken 3- bis 5-mal am Tag. Im Alter von 63 bis 106 Tagen werden die Küken flügge, womit die elterliche Fürsorge endet.
Die Jungvögel verlassen das Revier ihrer Eltern und machen sich auf die Suche nach einem eigenen. Sekretäre werden im Alter von 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif und beginnen dann mit der Suche nach einem Partner und einem Nistplatz.