Schwarzbüffel
Syncerus caffer caffer
Übersicht
Der Schwarzbüffel ist ein massiges, kräftig gebautes Tier mit einem dunkelbraunen bis fast schwarzen Fell, einer breiten Schnauze und kräftigen Beinen. Ausgewachsene Männchen zeichnen sich besonders durch ihre dicken, gebogenen Hörner aus, die am Ansatz zusammenwachsen und so eine schwere, knöcherne Hornbasis bilden.
Erwachsene Tiere werden 1,4 m bis 1,7 m groß und bis zu 3,4 m lang. Männchen wiegen in der Regel zwischen 500 kg und 900 kg, während Weibchen etwa 400 kg bis 600 kg auf die Waage bringen.

- Gefunden in
- Afrika
- Klasse
- Mammalia
- Ordnung
- Artiodactyla
- Familie
- Bovidae
- Gattung
- Syncerus
Arterhaltungszustand
Schwarzbüffel sind eine potenziell gefährdete Art. Lebensraumverlust, landwirtschaftliche Ausdehnung und großflächige Einzäunung schränken den Zugang zu Weideflächen und dauerhaften Trinkstellen ein, was bei Populationen zu Fragmentierung, Rückgang und dem Verlust genetischer Diversität geführt hat, besonders in kleineren, eingezäunten Reservaten. In Teilen ihres Verbreitungsgebiets sind Schwarzbüffel durch Bejagung, illegale Tötungen sowie Konflikte mit dem Menschen zusätzlich gefährdet. Erkrankungen wie Rindertuberkulose und Korridorkrankheit, die unter Büffeln, Rindern und sympatrischen Wildtieren kursieren, führen zu vernichtenden Populationseinbrüchen. Durch regelmäßige Dürren sind Büffel gezwungen, sich an wenigen verbleibenden Wasserstellen zu sammeln, was den Stress erhöht und die Übertragung von Krankheiten begünstigt.
Strategien zum Artenschutz konzentrieren sich auf die Erhaltung großer, miteinander verbundener Populationen. Dabei sind Schutzgebiete und Maßnahmen gegen Wilderei von zentraler Bedeutung. Unterstützt wird dies dadurch, dass der Lebensunterhalt der regionalen Bevölkerung durch Tourismus und regulierte Bejagung an die Wildtiere geknüpft wird. Tierärztliche Überwachung und Behandlungsprogramme werden vorsichtig eingesetzt, um ein Gleichgewicht zwischen ökologischer Integrität und Bedenken hinsichtlich der Gesundheit des Viehs zu wahren.
Für die langfristige Widerstandsfähigkeit der Bestände von Schwarzbüffeln wird es als entscheidend angesehen, unnötige Einzäunungen zu verringern, die Bewegungspfade von Wildtieren wiederherzustellen und das Gesundheitsmanagement von Vieh und Wildtieren einzubinden.

- Wildbestand
- 564
- Arterhaltungszustand
- Potenziell gefährdet
Tierfakten
- Schwarzbüffel zählen zu den gefährlichsten Tieren in Afrika. Pro Jahr gibt es dort zahlreiche Verletzungen und Todesfälle durch ihre Angriffe.
- Im Gegensatz zu anderen Hornträgern ist der Schwarzbüffel immun gegen die Schlafkrankheit, eine tödliche Krankheit, die von der Tsetse-Fliege übertragen wird.
- Schwarzbüffel besitzen ein ausgezeichnetes Erinnerungsvermögen und sie greifen Löwen und Jäger an, die ihre Herde in der Vergangenheit attackiert haben. Besonders dann, wenn dabei ein Kalb verletzt wurde.
- Aufgrund des aggressiven Charakters des Schwarzbüffels scheiterten alle Versuche der Domestikation als Nutztier.
- Schwarzbüffel führen eine symbiotische Beziehung mit einer Vogelart namens Madenhacker. Die Vögel befreien die Büffel von Zecken.
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Sozialverhalten Und Fortpflanzung
Schwarzbüffel leben in Herden, die aus Gruppen verwandter Weibchen bestehen, in deren Nähe sich Bullen einzeln oder zusammengeschlossen in Junggesellengruppen aufhalten. Eine Herde kann aus mehreren solchen Gruppen bestehen.
Die Paarung kann beim Schwarzbüffel das ganze Jahr über erfolgen. Bullen suchen stets nach Anzeichen dafür, dass eine Kuh brünstig ist, und sobald sie eine empfangsbereite Partnerin gefunden haben, halten sie ihr Rivalen vom Leib, bis sie sich mit ihr paaren können. Bullen mit höherer Stellung haben bessere Chancen, sie erfolgreich zu bewachen und sich dann zu paaren.
Eine Kuh ist 11,5 Monate lang trächtig und bringt danach in der Regel ein einzelnes Kalb zur Welt.
Kälber bleiben bei ihrer Mutter, bis sie 1 bis 2 Jahre alt sind. Dann verlassen junge Bullen die Gruppe ihrer Mutter und schließen sich einer Junggesellenherde an; junge Kühe bleiben in der Herde ihrer Mutter.