Rotfeuerfisch

Rotfeuerfisch

Pterois volitans

Übersicht

Der Rotfeuerfisch (auch Pterois volitans) ist ein giftiger Riff-Fisch, der im Indo-Pazifik, einschließlich des Roten Meeres, des Indischen Ozeans und des westlichen Pazifiks, beheimatet ist. Weil er aus Aquarien freigelassen wurde, hat er sich im Westatlantik, in der Karibik und in Teilen des Golfs von Mexiko als invasive Spezies etabliert, wo er die heimischen Meeresökosysteme bedroht. Rotfeuerfische leben typischerweise in Korallenriffen, Felsformationen, Lagunen und Seegraswiesen.

Der Fisch zeichnet sich durch seine weißen und roten Streifen am Körper, seine fächerartigen Brustflossen und seine langen giftigen Dorsalstacheln aus.

Erwachsene Tiere erreichen eine Länge von 25 cm bis 32 cm und wiegen 1,2 kg bis 1,5 kg, wobei die Männchen etwas größer werden als die Weibchen. Abgesehen davon gibt es keine sichtbaren Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Standort auf der Karte
Gefunden in
Westlicher Indo-Pazifik
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Perciformes
Familie
Scorpaenidae
Gattung
Pterois

Arterhaltung​szustand

Der Rotfeuerfisch ist als „nicht gefährdet“ eingestuft, stellt aber als invasive Spezies im westlichen Zentralatlantik eine große Herausforderung für die Arterhaltung dar. Durch den Aquarienhandel in den 1980er Jahren eingeführt, hat sich der Feuerfisch seitdem schnell verbreitet, weil er keine natürlichen Fressfeinde hat und sich schnell vermehrt. Durch seine vielseitige Ernährung ist er in vielen befallenen Lebensräumen zum Spitzenprädator geworden und reduziert die Populationen einheimischer Riff-Fische erheblich, da er große Mengen an Jungfischen und Krebstieren frisst.

Es wurden verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung und Kontrolle ihrer Auswirkungen umgesetzt. Organisierte Programme zur Bekämpfung von Rotfeuerfischen, wie Speerfisch-Wettbewerbe und gezielte Tauchgänge, sollen die lokalen Populationen reduzieren und den Druck auf einheimische Spezies verringern. Sie werden außerdem als Nahrungsquelle für Menschen beworben, und es werden sichere Umgangstechniken vermittelt, um die kommerzielle Befischung zu fördern. Forschungen sollen Aufschluss darüber geben, wie einheimische Raubtiere Rotfeuerfische langfristig als Nahrungsquelle akzeptieren können.

Auch wenn es im Moment nicht möglich ist, das Problem vollständig zu beseitigen, kann man die Ausbreitung und die ökologischen Schäden zumindest minimieren.

Wildbestand
unbekannt
Arterhaltung​szustand
Nicht gefährdet

Tierfakten

  1. Der Rotfeuerfisch besitzt giftige Stacheln entlang seiner Rücken-, After- und Beckenflossen, die Fressfeinden und Menschen schmerzhafte Stiche zufügen können.
  2. Der Rotfeuerfisch kann sich alle 4 Tage vermehren, wobei die Weibchen unter tropischen Bedingungen bis zu 2 Millionen Eier pro Jahr freisetzen können.
  3. Der Rotfeuerfisch ist ein Lauerjäger, der seine großen, fächerartigen Brustflossen nutzt, um seine Beute in die Enge zu treiben, und dann mit schnellen Angriffen zuschlägt.
  4. Der Rotfeuerfisch kann Beute fressen, die halb so groß ist wie er selbst.
  5. Der Rotfeuerfisch hat über 7.000.000 km² der Weltmeere erobert, darunter den Golf von Mexiko, die Karibik und die Ostküste der USA.

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