Nilwaran

Nilwaran

Varanus niloticus

Übersicht

Der Nilwaran (auch Varanus niloticus) ist eine große Reptilienart, die in Gebieten Afrikas südlich der Sahara lebt, die nicht von Wüste bedeckt sind. Er wurde auch in die USA eingeführt – vor allem in Kalifornien und Florida –, wo er als invasive Spezies gilt. Er ist auch unter den Namen „Guana“, „Wasserleguan“ oder „Flussleguan“ bekannt.

Ausgewachsene Nilwarane sind meist braun bis grün, mit dunklen Streifen am Körper und gelben Flecken an den Beinen und am Kopf. Jungtiere hingegen sind schwarz mit leuchtend gelben Flecken.

Sie werden zwischen 1,2 m und 2,2 m lang und wachsen ihr ganzes Leben lang weiter. Ihr Gewicht liegt zwischen 0,8 kg und 15 kg, wobei es je nach Größe und Umweltfaktoren große Unterschiede gibt. Männchen sind in der Regel größer und schwerer als Weibchen.
Standort auf der Karte
Gefunden in
Afrika südlich der Sahara und das Nildelta
Klasse
Reptilia
Ordnung
Squamata
Familie
Varanidae
Gattung
Varanus

Arterhaltung​szustand

Aufgrund seiner weiten Verbreitung in ganz Afrika südlich der Sahara sowie seiner Fähigkeit, sich an eine Vielzahl an Lebensräumen anzupassen, gilt der Nilwaran als nicht gefährdet. Dennoch sind regionale Bestände zunehmend durch die Umwandlung von Lebensräumen sowie die übermäßige Bejagung der Tiere zur Ledergewinnung bedroht. Die Trockenlegung von Feuchtgebieten und die Ausbreitung des Menschen zerstören Gebiete, die für die Eiablage und Nahrungssammlung wichtig sind. Da Nilwarane für die Eiablage auf bestimmte Mikrohabitate angewiesen sind, droht langfristig ein Rückgang der Bestände, wenn ihr Lebensraum weiter zerstört wird.

In den meisten Regionen steht der Nilwaran nicht im Fokus von Arterhaltungsmaßnamen. Zwar ist er in manchen Ländern durch Tierschutzgesetze geschützt und der internationale Handel gemäß CITES Anhang II eingeschränkt, aber die Gesetze werden oft nicht durchgesetzt und es werden nur wenig Daten gesammelt. Allerdings profitiert der Nilwaran von allgemeinen Initiativen zur Wiederherstellung von Lebensräumen, die ihn als Teil der natürlichen Biodiversität miteinbeziehen.

In Regionen, in denen Nilwarane als invasive Art gelten – z. B. in Florida –, werden sie eingefangen, und es gibt öffentliche Meldesysteme, um Bestände zu kontrollieren und heimische Arten zu schützen.

Wildbestand
unbekannt
Arterhaltung​szustand
Nicht gefährdet

Tierfakten

  1. Viele Nilwaranweibchen verschaffen sich Zugang zu Termitenhügeln und legen ihre Eier dort ab, da die Termiten die Schäden an ihrem Bau danach reparieren, sodass die Eier geschützt sind.
  2. Wenn Nilwarane bedroht oder gereizt werden, greifen sie mit kraftvollen Schwanzschlägen an.
  3. Kampfadler machen Jagd auf Nilwarane. Sie können bis zu 4 kg schwere Exemplare erbeuten und damit wegfliegen.
  4. Nilwarane sind sehr geschickt darin, Eier und Jungtiere aus den Nestern von Krokodilen und Alligatoren in Florida zu erbeuten. Dies führt dazu, dass deren Bestände dort zurückgehen.
  5. Nilwarane wachsen ihr ganzes Leben lang weiter.

Planet Zoo 2 befindet sich derzeit aktiv in der Entwicklung, und die Zoopedia spiegelt diesen Entwicklungsprozess wider. Texte, Bilder, Statistiken usw. sind nicht zwangsläufig endgültig und können sich noch ändern oder ergänzt werden.

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