Netzgiraffe

Netzgiraffe

Giraffa reticulata

Übersicht

Die Netzgiraffe (auch Giraffa reticulata), ist eine Giraffenart, die in den Savannen und offenen Wäldern von Kenia, Somalia und Äthiopien lebt.

Sie unterscheidet sich von anderen Giraffenarten durch ihre großen, vieleckigen Flecken, die hellbraun bis rot sind und durch weiße, miteinander verbundene Linien unterteilt werden. Giraffen sind berühmt für ihren langen Hals, mit dem sie an Blätter gelangen, die für andere Tiere unerreichbar sind. Wie alle Giraffen weist auch die Netzgiraffe einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf. Zwar haben beide Geschlechter zwei knöcherne Hörner – Ossicones – am Kopf, doch sind die der Weibchen kleiner und dünner. Bei Männchen kann sich zudem ein drittes, mittleres Horn auf der Stirn herausbilden.

Männchen sind zudem deutlich größer als die Weibchen: Sie sind im Durchschnitt 5,1 m groß, können aber bis zu 5,7 m erreichen, und wiegen durchschnittlich 1.200 kg. Weibchen sind etwa 4,45 m groß und wiegen im Durchschnitt etwa 800 kg.
Standort auf der Karte
Gefunden in
Afrika
Klasse
Mammalia
Ordnung
Artiodactyla
Familie
Giraffidae
Gattung
Giraffa

Arterhaltung​szustand

Die Netzgiraffe gilt als stark gefährdet; der Rückgang der Bestände wird hauptsächlich durch Lebensraumverlust, Wilderei und Konflikte zwischen Mensch und Tier vorangetrieben. Die Savannen- und Waldgebiete, in denen Netzgiraffen heimisch sind, werden durch landwirtschaftliche Nutzung, Siedlungen und Infrastruktur fragmentiert oder umgewandelt. Auf diese Weise isolierte Populationen haben weniger Zugang zu Paarungsmöglichkeiten und Nahrungsquellen und sind leichtere Beute für Fressfeinde. Außerdem werden Giraffen von Wilderern wegen ihres Fleisches, ihrer Haut und als Trophäen gejagt und konkurrieren mit Nutztieren um die wenigen Weideflächen und Trinkstellen in dürregefährdeten Regionen. Politische Instabilität in Teilen ihres Verbreitungsgebiets erschwert die Strafverfolgung von Wilderern sowie andere Artenschutzmaßnamen.

Eine Kombination aus Lebensraummanagement, Programmen zur Bekämpfung von Wilderei und gemeinschaftlichen Arterhaltungsinitiativen soll den Giraffen helfen. In mehreren Reservaten werden Giraffenpopulationen überwacht und geschützt. Außerdem wird z. B. Ökotourismus gefördert, um Anreize für die örtliche Bevölkerung zu schaffen, die Giraffen nicht zu jagen, sondern sie zu schützen. Nachzüchtung in Gefangenschaft sowie Umsiedlungen können zusätzlich dazu beitragen, dass sich Bestände erholen; der Erfolg solcher Maßnahmen hängt jedoch davon ab, dass die genetische Vielfalt beibehalten oder vergrößert werden kann und passende, miteinander verbundene Lebensräume zur Verfügung stehen.

Wildbestand
11.05
Arterhaltung​szustand
Stark gefährdet

Tierfakten

  1. Bis vor Kurzem ging man davon aus, dass alle Giraffen Unterarten einer einzigen Art, Giraffa camelopardalis, seien, doch DNA-Analysen haben gezeigt, dass es sich bei den meisten von ihnen um eigenständige Arten handelt.
  2. Männliche Giraffen werden mit zunehmendem Alter dunkler, manche sogar so stark, dass sie fälschlicherweise für melanistische Giraffen gehalten wurden.
  3. Der nächste lebende Verwandte der Giraffe ist das Okapi.
  4. Die Tritte einer erwachsenen Giraffe sind extrem kraftvoll und können für Raubtiere tödlich sein. Es kommt nur selten vor, dass eine erwachsene Giraffe von einem Raubtier erlegt wird.
  5. In der Antike glaubten Griechen und Römer, die Giraffe wäre eine Kreuzung aus einem Kamel und einem Leoparden. Der lateinische Name der Giraffe lautet daher „camelopardalis“.

Planet Zoo 2 befindet sich derzeit aktiv in der Entwicklung, und die Zoopedia spiegelt diesen Entwicklungsprozess wider. Texte, Bilder, Statistiken usw. sind nicht zwangsläufig endgültig und können sich noch ändern oder ergänzt werden.

  • discord icon
  • facebook icon
  • instagram icon
  • tiktok icon
  • twitch icon
  • twitter icon
  • youtube icon