Mexikanische Rotknie-Vogelspinne
Brachypelma hamorii
Übersicht
Sie hat einen schwarzen Körper und schwarze Beine, eine orange-rote Färbung an den Gelenken und, wie die meisten Vogelspinnenarten, einen Körper, der mit empfindlichen Sinneshaaren bedeckt ist. Diese Spezies ist nachtaktiv, lebt tagsüber in Höhlen und verbringt die Nächte damit, nach Beute zu jagen, die aus Insekten, kleinen Amphibien und kleinen Säugetieren besteht.
Mexikanische Rotknie-Vogelspinnen sind etwa 10 cm lang und haben eine Beinspannweite von 15 cm. Die Weibchen besitzen einen etwas größeren Körper, dafür aber kürzere Beine als die Männchen.

- Gefunden in
- Nordamerika
- Klasse
- Arachnida
- Ordnung
- Araneae
- Familie
- Theraphosidae
- Gattung
- Brachypelma
Arterhaltungszustand
Die Mexikanische Rotknie-Vogelspinne gilt als gefährdet. Ihr Lebensraum schrumpft, weil Städte und Agrarflächen immer mehr Platz belegen. Dadurch werden die Gebiete, in denen die Tiere leben, stark voneinander isoliert. Männchen müssen weite Strecken zurücklegen, um ein Weibchen zu finden, und werden dabei häufig von Fahrzeugen überfahren. Außerdem werden die Spinnen oft illegal für den Haustierhandel gefangen.
Der internationale Handel mit Mexikanischen Rotknie-Vogelspinnen unterliegt laut CITES Anhang II strengen Auflagen, was allerdings nicht überall ausreichend durchgesetzt wird. Nachzuchten können helfen, die Nachfrage nach Haustieren zu decken und Wildbestände zu entlasten. In einigen Regionen werden Tiere auch gezielt umgesiedelt, um geschwächte Populationen zu stärken. Teile ihres Verbreitungsgebiets liegen bereits in Nationalparks und Schutzgebieten, weitere Regionen sollen künftig unter Schutz gestellt werden.
- Wildbestand
- unbekannt
- Arterhaltungszustand
- Gefährdet
Tierfakten
- Mexikanische Rotknie-Vogelspinnen benötigen nicht oft Nahrung. Nach einer reichhaltigen Mahlzeit jagen sie unter Umständen einen ganzen Monat lang nicht mehr.
- Die Mexikanische Rotknie-Vogelspinne hat an jedem Bein zwei kleine „Krallen“, mit denen sie glatte Oberflächen erklimmen kann.
- Die Mexikanische Rotknie-Vogelspinne nutzt ihre Beine, um bei der Jagd und beim Lauern auf Beute winzige Vibrationen im Boden wahrzunehmen.
- Die Enden der Beine der Mexikanischen Rotknie-Vogelspinne können nicht nur Tasten, sondern auch Riechen und Schmecken.
- Das Gift einer Mexikanischen Rotknie-Vogelspinne ist für Menschen nicht besonders stark. Der Biss soll mit einem Bienenstich vergleichbar sein.
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Sozialverhalten Und Fortpflanzung
Mexikanische Rotknie-Vogelspinnen sind Einzelgänger und greifen andere höchstwahrscheinlich an, wenn sie gemeinsam in einem Terrarium gehalten werden.
Mexikanische Rotknie-Vogelspinnen paaren sich von Juli bis Oktober. Das Männchen spinnt ein Netz auf dem Boden, auf das es Sperma abgibt, das es anschließend mit seinen Pedipalpen (Mundwerkzeugen) aufnimmt. Nachdem es sich auf die Suche nach dem Bau eines Weibchens gemacht hat, versucht es, sie herauszulocken, indem es sich ihr nähert und mit seinen Vorderbeinen ihre Fangzähne nach hinten biegt, um das Sperma von seinen Pedipalpen in eine Furche auf ihrem Hinterleib abzugeben.
Das Weibchen bewahrt es auf, bis es bereit ist, zwischen 200 und 400 Eier in einem Eiersack abzulegen. Sie bewacht diesen 1 bis 3 Monate lang in ihrem Bau und trägt ihn bei sich, wenn sie ihn verlässt, bis die Jungspinnen schlüpfen. Diese werden von ihrer Mutter im Bau beschützt, bis sie im Alter von etwa zwei Wochen ihre erste Häutung vollziehen. Danach wagen sie sich ins Freie und werden selbstständig.
Männliche Mexikanische Rotknie-Vogelspinnen erreichen ihre Geschlechtsreife im Alter von etwa 4 Jahren, während die Weibchen etwas später, im Alter von 6 oder 7 Jahren, geschlechtsreif werden.