Massai-Giraffe

Massai-Giraffe

Giraffa tippelskirchi

Übersicht

Die Massai-Giraffe (auch Giraffa tippelskirchi) ist eine Art der Giraffe, die in den Savannen und offenen Wäldern Kenias, Tansanias und Ugandas lebt.

Die Massai-Giraffe unterscheidet sich von anderen Giraffenarten durch ihre stacheligen, blattförmigen Flecken in dunkelbraunen bis roten Farbtönen, die durch hellgelbe Verbindungslinien voneinander getrennt sind. Männchen besitzen gut entwickelte Knochenhörner (Ossicones) auf dem Kopf, während die Hörner der Weibchen kleiner und dünner sind.

Massai-Giraffen sind riesig und haben den typischen langen Hals: Männchen erreichen durchschnittlich eine Größe von 5,4 m und ein Gewicht von 1.200 kg. Besonders große Exemplare können bis zu 5,8 m groß und 1.300 kg schwer werden. Weibchen sind im Durchschnitt 4,7 m groß und wiegen 800 kg.
Standort auf der Karte
Gefunden in
Afrika
Klasse
Mammalia
Ordnung
Artiodactyla
Familie
Giraffidae
Gattung
Giraffa

Arterhaltung​szustand

Die Massai-Giraffe gilt als stark gefährdet. In den letzten 30 Jahren sind die Bestände aufgrund von Lebensraumverlust, Ausweitung der Landwirtschaft, Konflikten zwischen Mensch und Wildtieren sowie Wilderei wegen Fleisch, Häuten und traditioneller Medizin um mehr als 50 % zurückgegangen. Giraffen verlieren durch die Ausbreitung menschlicher Siedlungen den Zugang zu wichtigen Futter- und Fortpflanzungsgebieten, und politische Instabilität sowie unzureichende Durchsetzung der Wildtiergesetze in Teilen ihres Verbreitungsgebiets erschweren die Bekämpfung der Wilderei.

Ungeachtet dieser Herausforderungen gab es jedoch auch bemerkenswerte Erfolge bei der Arterhaltung. Einige Initiativen unter der Leitung von Nichtregierungsorganisationen und nationalen Naturschutzbehörden haben die Überwachung, den Schutz und das Engagement der Bevölkerung verbessert. Ein besseres Verständnis der Bewegungsmuster durch GPS-Ortung und Bestandserhebungen haben zu einer Verbesserung des Lebensraummanagements geführt, und die Wiederansiedlung in Schutzgebieten hat die lokalen Bestände gestärkt. Darüber hinaus hat der Ausbau von Naturschutzgebieten und Ökotourismus den lokalen Gemeinden wirtschaftliche Anreize geboten, die Arterhaltungsmaßnahmen zu unterstützen.

Wildbestand
35
Arterhaltung​szustand
Stark gefährdet

Tierfakten

  1. Die Giraffe ist das Tier mit der größten Körperhöhe der Welt.
  2. Die Zunge einer Giraffe ist 45 cm lang und kann zum Greifen verwendet werden.
  3. Giraffenbullen schleudern im Kampf ihre Hälse gegeneinander und versuchen, sich mit ihren Hörner zu verletzen, um sich so das Recht zur Paarung mit einer Kuh zu sichern.
  4. Die Haut von Giraffen gibt Stoffe ab, die Parasiten fernhalten und ihnen einen sehr eigenen Geruch verleihen.
  5. Giraffen verfügen über robuste Lippen und kräftige Kiefer, mit denen sie Dornen und zähe Blätter zerkauen können, die viele andere Pflanzenfresser meiden.

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