Flusspferd
Hippopotamus amphibius
Übersicht
Es handelt sich um ein großes im Wasser lebendes Tier. Es hat lange, hervorstehende Zähne. Seine Nasenlöcher befinden sich auf der Oberseite der Schnauze, die Ohren sind klein, und die dicke Haut zeigt eine graubraune Färbung.
Männchen werden 4 bis 5 m lang und wiegen zwischen 1.500 und 2.000 kg, während Weibchen 3,3 bis 4,2 m lang und 1.000 bis 1.500 kg schwer werden.

- Gefunden in
- Afrika
- Klasse
- Mammalia
- Ordnung
- Artiodactyla
- Familie
- Hippopotamidae
- Gattung
- Hippopotamus
Arterhaltungszustand
Das Flusspferd gilt derzeit als gefährdet und die Bestände sind rückläufig. Große Graslandflächen für die Weidehaltung gehen durch Wüstenbildung und die Ausbreitung von Städten und Straßen verloren. Außerdem werden sie von Menschen getötet, um Schäden an Feldfrüchten zu verhindern, ihr Fleisch, ihre Haut und ihre Zähne zu verkaufen oder einfach, weil sie als gefährlich angesehen werden. Inzucht ist ein weiteres Risiko, das besteht, wenn lokale Bestände kleiner als 50 Tiere sind. Im Gegensatz dazu nimmt die Zahl der Flusspferde in Kolumbien rapide zu, nachdem sie aus der Ranch des Drogenbarons Pablo Escobar entkommen sind. Sie haben keine natürlichen Fressfeinde, überweiden Feuchtgebiete, verschmutzen Gewässer und übertragen Krankheiten, die für die lokale Fauna gefährlich sind.
Derzeit laufen Projekte, die gezielt die Wiederherstellung der Lebensräume von Flusspferden vorantreiben. Dazu gehören die Vergrößerung von Naturschutzgebieten, um sie miteinander zu vernetzen, sowie die Wiederanbindung von Feuchtgebieten und Flüssen. Viele Lebensräume der Flusspferde stehen zwar offiziell unter Schutz, doch die Umsetzung dieser Maßnahmen gestaltet sich oft schwierig – und manche Gebiete sind bislang gar nicht geschützt.
Um das Überleben der Flusspferde zu sichern, sind weitere Schutzmaßnahmen und Aktionen nötig.

- Wildbestand
- 115.000 – 130.000, rückläufig
- Arterhaltungszustand
- Gefährdet
Tierfakten
- Die nächsten lebenden Verwandten der Flusspferde sind Wale und Delfine.
- Die Haut von Flusspferden ist 6 cm dick und sondert eine rote Substanz ab, die wie Sonnencreme wirkt.
- Flusspferde können ihr Maul in einem Winkel von 150 ° öffnen. Dies wird als Gähnen bezeichnet und ist für gewöhnlich ein Ausdruck der Aggression.
- Flusspferde haben sehr große Zähne; ihre Eckzähne werden bis zu 50 cm lang.
- Flusspferde verbringen den Tag im Wasser, um sich abzukühlen, und legen nachts bis zu 5 km zurück, um an Land zu grasen.
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Sozialverhalten Und Fortpflanzung
Flusspferde interagieren miteinander, bilden aber keine engen Gruppen oder Beziehungen. Männchen leben halbwegs einzelgängerisch und sind territorial. Sie beherrschen einen Flussabschnitt und erlauben Gruppen aus Weibchen sowie nicht konkurrierenden Männchen, dort zu leben. Weibchen wählen ihren Standort nach der Qualität des Lebensraums aus, sodass sich größere Gruppen in besonders günstigen Flussabschnitten aufhalten. Im Wasser verhalten sich Flusspferde untereinander meist friedlich; an Land können sie jedoch deutlich aggressiver auftreten – insbesondere beim Fressen.
Flusspferde paaren sich das ganze Jahr über, vor allem während der Regenzeit. Männliche Flusspferde mit besseren Revieren haben größere Chancen, eine Partnerin zu finden, da es wahrscheinlicher ist, dass Weibchen diesen Flussabschnitt als ihren Lebensraum wählen. Männchen erkennen paarungswillige Weibchen an ihrem Geruch und verfolgen sie dann. Sie umwerben das Weibchen mit Lauten, bis es die Paarung zulässt. Diese erfolgt unter Wasser, und oft sind nur die Nasenlöcher des Weibchens an der Wasseroberfläche zu sehen.
Acht Monate nach der Paarung bringt das Weibchen unter Wasser ein einziges Jungtier zur Welt, das dann für seinen ersten Atemzug zur Wasseroberfläche schwimmt. Die Jungtiere bleiben bis zu einem Alter zwischen 5 und 7 Jahren bei ihrer Mutter, bis sie die Geschlechtsreife erreichen. Danach suchen sie sich ihren eigenen Lebensraum abseits verwandter Tiere.