Donau-Kammmolch

Donau-Kammmolch

Triturus dobrogicus

Übersicht

Der Donau-Kammmolch (auch Triturus dobrogicus) ist eine Amphibienart, die in den langsam fließenden Gewässern, Nebenflüssen und den umliegenden Wäldern entlang der Donau lebt.

Die Seiten und der Rücken der Molche sind mit schwarzer und brauner Haut bedeckt, die weiß und schwarz gesprenkelt ist, während ihr Bauch und ihre Kehle leuchtend rot und orange sind und dunkle Muster aufweisen.

Wie bei allen Kammmolchen zeigt diese Art einen Geschlechtsdimorphismus: Während der Paarungszeit haben die Männchen einen markanten, stacheligen Kamm, der sich über die gesamte Länge ihres Rückens erstreckt. Männliche Molche sind 13 bis 15 cm lang, Weibchen sind mit einer Länge von bis zu 18 cm etwas größer.
Standort auf der Karte
Gefunden in
Europa
Klasse
Amphibia
Ordnung
Urodela
Familie
Salamandridae
Gattung
Triturus

Arterhaltung​szustand

Der als nicht gefährdet eingestufte Donau-Kammmolch ist dennoch vom Artensterben bedroht und durch den Verlust seines Lebensraums gefährdet. Die Trockenlegung von Feuchtgebieten, Verschmutzung und Staudämme sowie die Verwüstung infolge des Klimawandels zerstören den geeigneten Lebensraum für diese Amphibien. Wie andere Salamander ist auch der Donau-Kammmolch potenziell durch Infektionen mit Bsal (Batrachochytrium salamandrivorans) bedroht, einem relativ neuen Pilz, der extrem tödlich ist, obwohl er im natürlichen Verbreitungsgebiet dieses Molchs noch nicht vorkommt.

Mehrere Gebiete innerhalb des Lebensraums des Donau-Kammmolchs sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Der Schwerpunkt liegt auf dem fortlaufenden Schutz von Feuchtgebieten, um das Überleben dieser und anderer Molcharten zu sichern. Umsiedlungen aus bedrohten Gewässern können geschwächte Populationen stärken oder bedrohte Populationen retten. Obwohl Bsal derzeit nicht im Verbreitungsgebiet des Donau-Kammmolchs aktiv ist, fordern Naturschützer dringend einen Aktionsplan für dessen Bekämpfung auf EU-Ebene, um Ausbrüche einzudämmen und die Salamanderarten in Zukunft vor dem Aussterben zu bewahren.

Wildbestand
unbekannt
Arterhaltung​szustand
Nicht gefährdet

Tierfakten

  1. Der Donau-Kammmolch ist die kleinste aller Kammmolch-Arten.
  2. Wird er bedroht, nimmt der Donau-Kammmolch eine Verteidigungshaltung ein, um seine grellfarbige Unterseite zu präsentieren und Toxine abzugeben. Diese Verhaltensweise ist als Unkenreflex bekannt.
  3. Wie andere Molche auch sind Donau-Kammmolche ab dem Moment ihres Schlüpfens reine Fleischfresser.
  4. Donau-Kammmolche verbringen mehr als die Hälfte des Jahres im Wasser, um sich zu vermehren und zu jagen, und die restlichen Monate an Land. Damit haben sie die längste aquatische Phase aller Kammmolche.
  5. Donau-Kammmolche gab es schon vor der letzten Eiszeit. Wahrscheinlich haben sie wie andere Kammmolch-Arten in kleinen Zufluchtsorten überlebt und sich danach erneut in ihre heutigen Gebiete ausgebreitet.

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