Afrikanischer Strauß

Afrikanischer Strauß

Struthio camelus

Übersicht

Der Strauß (auch Struthio camelus) ist die größte bekannte Vogelart der Welt.

Hähne haben schwarze Körperfedern und weiße Federn an den Flügel- und Schwanzspitzen, während Hennen graubraune Körperfedern aufweisen. Bei beiden Geschlechtern sind Kopf, Hals und Beine rosa bis weiß. Abhängig von ihrem jeweiligen Herkunftsort in Afrika können unterschiedliche Farbvarianten beobachtet werden.

Hähne sind im Durchschnitt 2,1 bis 2,8 m groß, die kleineren Hennen erreichen eine Größe von 1,7 bis 2 m.
  • Weidetiere
  • Mittelgroße Beute
  • Samenverbreiter (Boden)

Statistik

Arterhaltung​szustand
Nicht gefährdet
Klasse
Aves
Ordnung
Struthioniformes
Familie
Struthionidae
Gattung
Struthio
Verbreitungsgebiet
Afrika
Regelmäßige Ausgaben Für Nahrung
$235.00
Populationsgebiet
1-8
Temperament
Confident

Gehege

Geplanter Bestand

Ausgewachsen

Bevorzugte Gruppengrößen

  • Gemischt
    Gemischt
    1 - 8
  • Männlich
    Männlich
    1 - 2
  • Weiblich
    Weiblich
    1 - 2
Max. pro Geschlecht
Max. pro Geschlecht
17

Minimale Gehegevoraussetzungen

Platz

Platz

  • Landfläche
    Landfläche
    300m²
  • Rückzugsort
    Rückzugsort
    10m²
Barriere

Barriere

  • Stärke
    Stärke
    Grade 2
  • Größe
    Größe
    1.25m
Gelände

Gelände

  • Grass
    Gras

    20% to 80%

  • Sand
    Sand

    0% to 60%

  • Soil
    Erde

    20% to 60%

  • Rock
    Fels

    0% to 20%

  • Waterlogged
    Wassergetränkt

    0% to 10%

Umgebung

Umgebung

  • Gehegetemperatur
    Gehegetemperatur
    14°C bis 36°C

Statistik

Nachwuchs-verbreitung
Männlicher Nachwuchs
Paarungsverhalten
Polygyn
Temperament
Confident
Dominanz
Haupthennen führen nomadische Gruppen beim Grasen an, Alphahähne führen Brutgruppen an
Gäste Können Durchgehen
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Strauße sind in der Wildnis vornehmlich soziale Tiere. Während der Brutzeit hält sich eine kleine Gruppe aus Hennen im Revier eines dominanten Hahns auf, der vorübergehend Teil der Gruppe wird. Zu anderen Jahreszeiten leben Strauße in großen, nomadischen Herden, die oft an der Seite anderer grasender Tierarten durch die Savanne ziehen.

Beschäftigungen

Futter-Beschäftigung

  • Hundeball Hundeball
  • Futterfass, hängend Futterfass, hängend
  • Futterspender, hängend Futterspender, hängend
  • Melonenfutterspender Melonenfutterspender
  • Futterspender, langsam Futterspender, langsam

Gehege-Beschäftigung

  • Sprinkler Sprinkler
  • Spiegel-Mobile Spiegel-Mobile
  • Rassel Rassel
  • Kleiner Ball Kleiner Ball
  • Kleiner Eisball Kleiner Eisball

Arterhaltungsthemen

  • Savannen-Ökosystem (Akustik)
  • Tagaktives Verhalten
  • Lebensraumverlust
  • Wilderei und Handel mit exotischen Tieren
  • Allesfresser-Ernährung
  • Evolution der Vögel
  • Infoblatt zum Afrikanischen Strauß
  • Vortrag über das Leben der Vögel
  • Namensschild: Afrikanischer Strauß

Lebenszyklus

Strauße sind in der Wildnis vornehmlich soziale Tiere. Während der Brutzeit hält sich eine kleine Gruppe aus Hennen im Revier eines dominanten Hahns auf, der vorübergehend Teil der Gruppe wird. Zu anderen Jahreszeiten leben Strauße in großen, nomadischen Herden, die oft an der Seite anderer grasender Tierarten durch die Savanne ziehen.

Während der Brutzeit von März bis September sucht sich eine Haupthenne mit ihrer Hennengruppe einen dominanten Hahn mit gutem Revier und verbleibt die gesamte Brutzeit über beim gewählten Hahn. Der Hahn umwirbt die Haupthenne mit einer Art Tanz, bei dem er abwechselnd mit den Flügeln schlägt und ritualartig auf dem Boden pickt. So bringt er die Henne dazu, in die Hocke zu gehen, sodass er sich mit ihr paaren kann. Danach scharrt er eine flache Grube als Nest, in das die Henne 7 bis 10 Eier legt.

Danach paart sich der Hahn mit den Nebenhennen der Gruppe. Diese legen ihre Eier rings um die Eier der Haupthenne, welche dann einige der fremden Eier entfernt. Befinden sich etwa 20 von bis zu 60 gelegten Eiern im Nest, brütet die Haupthenne sie tagsüber aus, während der Alphahahn sie nachts ausbrütet. Nach 35 bis 45 Tagen schlüpfen die Jungen und der Hahn zieht sie auf, bis sie etwa 10 Monate alt sind und für sich selbst sorgen können.

Strauße gelten mit 18 Monaten als ausgewachsen und werden im Alter von 2,5 bis 4,5 Jahren geschlechtsreif.

Farbmorphen

  • Leuzistisch

Statistik

Wurfgröße
1-4
Trage-/inkubationszeit
0 Monate
Zeit Zwischen Geburten
12 Monate
Fortpflanzungsschwierigkeit
Easy
Alter: Sterilität
Tod
Alter: Geschlechtsreife
3 Jahre
  • Jung3 Jahre
  • Ausgewachsen33 Jahre
  • Älteres Tier14 Jahre

Tierfakten

  1. Strauße sind die größten lebenden Vögel der Erde und auch die schnellsten Landvögel. Sie können lange Strecken mit 54 km/h zurücklegen und bis zu 69 km/h schnell sprinten.
  2. Strauße legen die größten Eier der Welt. Im Verhältnis zu ihrer Körpergröße legen sie jedoch die kleinsten Eier aller Vogelarten.
  3. Die Alphahenne brütet die Eier tagsüber aus, und ihre graubraunen Federn verschmelzen mit dem staubigen Untergrund. Der Alphahahn hingegen sitzt nachts auf dem Nest, da seine schwarzen Federn in der Dunkelheit nur schwer zu erkennen sind.
  4. Straußenjunge werden nach dem Schlüpfen von den Straußenhähnen aufgezogen.
  5. Entgegen der landläufigen Meinung stecken Strauße den Kopf nicht in den Sand. Um sich vor Räubern zu verstecken, legen sie sich flach auf den Boden, sodass ihr Körper mit dem Horizont und dem Staub verschmilzt.

Arterhaltung

Obwohl der Strauß als nicht gefährdet eingestuft wird, ist er vom Verlust und der Fragmentierung seines Lebensraums betroffen. Die städtische, landwirtschaftliche und infrastrukturelle Erschließung verringert ihre Lebensräume in der Savanne und in Graslandschaften. Die übermäßige Bejagung wegen ihres Fleisches, ihrer Federn und Eier hat in der Vergangenheit zum Rückgang der lokalen Bestände beigetragen. Sie werden weiterhin aus Rache getötet, weil sie Felder verwüsten. Außerdem schränkt die Plünderung ihrer Eier die Ausbreitung der Bestände ein, vor allem in fragmentierten Landschaften, wo der Druck durch Raubtiere größer ist. Die durch den Klimawandel verursachte Ressourcenknappheit verstärkt den bestehenden Druck noch weiter.

Viele Länder haben Schutzgebiete und Reservate eingerichtet, in denen Strauße mit weniger Jagddruck und Störungen ihres Lebensraums leben können. Bei der gemeinschaftlichen Naturschutzarbeit werden die lokalen Gemeinden mit wirtschaftlichen Anreizen wie Ökotourismus und regulierter Straußenzucht in den Schutz der Strauße einbezogen: Nachhaltige Landwirtschaft und Zucht in Gefangenschaft helfen, den Jagddruck auf wild lebende Bestände in einigen Gebieten zu verringern. Auch die Strafverfolgung illegaler Jagden spielt eine wichtige Rolle.

Zusammen sollen diese Maßnahmen dafür sorgen, dass die wildlebenden Straußenpopulationen überleben können, damit die Spezies und ihre Rolle in den Ökosystemen erhalten bleiben.

Standort auf der Karte
Verbreitungsgebiet
Afrika

Statistik

Wildbestand
300.000 – 900.000 (geschätzt)
Arterhaltung​szustand
Nicht gefährdet

Gültige Naturschutzgebiete

  • Naturschutzgebiet in Tansania

Gültige Auswilderungsgruppentypen

  • Gemischte Gruppe
  • Weibliche Junggesellenherde

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