Afrikanischer Leopard

Afrikanischer Leopard

Panthera pardus pardus

Übersicht

Der Afrikanische Leopard (auch Panthera pardus pardus) ist die namensgebende Unterart des Leoparden und lebt in Zentral- und Südafrika.

Er besitzt einen schlanken Körperbau mit einem eleganten Kopf. Die Grundfarbe seines Fells reicht von gelb bis dunkelgolden und ist mit kleinen, dicht beieinander liegenden Rosetten bedeckt, die zum Unterkörper, zum Gesicht und zur Schwanzspitze hin zu schwarzen Flecken werden. Die Unter- und Innenseite der Beine sind weiß.

Der Afrikanische Leopard ist sexuell dimorph, wobei Männchen größer und schwerer sind als die Weibchen. Männchen haben eine Schulterhöhe von 60 bis 70 cm, eine Länge von 1,52 bis 1,83 m (zuzüglich 66 cm Schwanz) und wiegen zwischen 58 und 96 kg. Weibchen haben eine Schulterhöhe von 55 bis 65 cm, eine Länge von 1,39 bis 1,67 m, eine Schwanzlänge von 60 cm und ein Gewicht von 24 bis 37,5 kg.
Standort auf der Karte
Gefunden in
Afrika
Klasse
Mammalia
Ordnung
Carnivora
Familie
Felidae
Gattung
Panthera

Arterhaltung​szustand

Trotz seines großen Verbreitungsgebietes und seiner Anpassungsfähigkeit gilt der Afrikanische Leopard als gefährdet. Die Ausdehnung von Landwirtschaft und Siedlungsflächen sowie die Abholzung von Wäldern zerstören seinen Lebensraum und verringern die Verfügbarkeit von Beutetieren. Zudem stellen Wilderei und illegaler Handel eine erhebliche Bedrohung dar, da Felle, Krallen und Zähne für traditionelle Rituale oder als Jagdtrophäen der sogenannten „Big Five“ begehrt sind.

Bemühungen zur Arterhaltung konzentrieren sich auf rechtlichen Schutz, den Erhalt von Lebensräumen und die Einbindung der lokalen Bevölkerung.

Viele Länder beschränken Jagd und Handel. Anhang I des CITES-Abkommens verbietet außerdem den internationalen Handel mit wild gefangenen Tieren.

Geschützte Gebiete und Wildtierkorridore stärken die Leopardpopulationen und verringern gleichzeitig Konflikte zwischen Mensch und Tier. Aufklärungsprogramme informieren die Bevölkerung über die ökologische Bedeutung der Leoparden und schaffen Anreize für ein friedliches Zusammenleben, etwa durch Ausgleichszahlungen für von Leoparden gerissene Nutztiere oder die Förderung von Ökotourismus.

Langfristiger Erfolg hängt von fortlaufender Finanzierung, Forschung und Zusammenarbeit zwischen Regierungen, NGOs und lokalen Gemeinschaften ab.

Wildbestand
unbekannt
Arterhaltung​szustand
Gefährdet

Tierfakten

  1. Afrikanische Leoparden leben verstärkt auf Bäumen und nutzen sie, um ihre getötete Beute unerreichbar für andere, stärkere Raubtiere wie Löwen, Hyänen oder Wildhunde zu lagern.
  2. Der Afrikanische Leopard wurde sehr wahrscheinlich in Nordafrika ausgerottet und nur die Subsahara-Populationen verbleiben in ihrem ursprünglichen Lebensraum.
  3. Leoparden treten manchmal als melanistische Morphe mit schwarzer Grundfellfarbe auf. In bestimmten Lichtverhältnissen sind trotzdem noch die Rosetten zu erkennen.
  4. Die Zulu verehren den Leoparden als edle, tapfere und ehrwürdige Kreatur. In ihrer Sprache heißt er „Ingwe“.
  5. Leoparden besitzen eine phänomenale Sicht, die ihr nächtliches Jagdverhalten unterstützt. Sie können etwa 7-mal so gut im Dunkeln sehen wie Menschen.

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