Hinter den Kulissen: Zoos errichten
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Hinter den Kulissen: Zoos errichten

In unserem letzten „Hinter den Kulissen“-Beitrag erfahrt ihr, wie unsere Marketing Environment Artists die Zoos, Gehege und Naturschutzgebiete gestaltet haben, die im Marketing von Planet Zoo 2 zu sehen sind.

Hallo Zoowärter*innen!

Bevor Planet Zoo 2 im Laufe dieses Monats, am 13. Oktober, erscheint, präsentieren wir euch noch einen letzten Blick hinter die Kulissen!

Dieses Mal sprechen wir mit den Environment Artists der Marketingabteilung, Mel Cox und Josef Griffiths, um zu erfahren, wie sie die Zoos, Gehege und Naturschutzgebiete gestaltet haben, die in den letzten Monaten in der Marketingkampagne zu Planet Zoo 2 vorgestellt wurden!


Wie läuft der Entwicklungsprozess eines Zoos oder Geheges für eine Marketingkampagne zu Planet Zoo 2 ab?

Mel: „Wir entwickeln Zoos oder Gehege für verschiedene Marketingvideos und Screenshots, die sich in der Regel auf bestimmte Tiere oder Spielfunktionen beziehen.

Alles beginnt mit einem Briefing, das unsere Ziele definiert. Für unseren Ankündigungstrailer sollte beispielsweise das Design Osten vorgestellt und in einer tropischen asiatischen Karte umgesetzt werden.“

Josef: „Als Erstes zeigen wir oft den Ankündigungstrailer und stellen ein oder zwei Designs einzeln vor, um den Spielern einen Vorgeschmack darauf zu geben, was sie vom Spiel erwarten können. Wir überlegen gemeinsam, welches Design unserer Meinung nach die größte Aufmerksamkeit erregen wird, und müssen sicherstellen, dass die dafür benötigten Elemente bereits in dieser frühen Phase verfügbar sind.

Das ist ein schwieriges Unterfangen, da man dem Entwicklungsteam eine Liste mit sämtlichen erforderlichen Elementen übermitteln muss, noch bevor man überhaupt mit dem Aufbau begonnen hat!

Deshalb ist die Planungsphase vor dem Platzieren der ersten Elemente besonders wichtig, damit alles reibungslos und effizient verläuft.“

View from behind the camera in the Planet Zoo 2 announce trailer

Mel: „Wir führen eine große Telefonkonferenz mit allen Beteiligten für das Video durch, darunter der Video Editor, der Motion Graphics Artist, der Game Director und der Product Marketing Manager. Dabei tauschen wir Ideen aus und einigen uns auf das Gesamtkonzept.

Sobald das Ziel klar ist, beginnt die kreative Arbeit: zunächst mit der Erstellung eines Storyboards. Als Zoo-Designer arbeiten wir ähnlich wie ein Bühnenbildner beim Film. Das heißt, wir müssen genau wissen, was in jeder Einstellung gezeigt, wie sie beleuchtet und wie die Kamera geführt werden soll, ob Motion Graphics nötig sind und ob die Benutzeroberfläche eingeblendet sein soll.

In dieser Phase erstellen wir eine Checkliste mit allem, was im Zoo benötigt wird.“

Josef: „Der Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Unsere Designs müssen daher stets äußerst flexibel und anpassbar bleiben.

Das Level, das wir für die Ankündigung von Planet Zoo 2 verwendet haben, wurde zur gleichen Zeit von den Entwicklungsteams weiterentwickelt. Wir mussten in ständigem engen Kontakt bleiben, da sich das Level, mit dem wir arbeiteten, ständig veränderte.“

Mel: „Während das Storyboard fertiggestellt wird, beginnt der Zoo-Designer mit der Sammlung von Referenzmaterial, erarbeitet anhand des Storyboards ein erstes Konzept und erstellt einen Entwurf des zukünftigen Zoos auf Papier.

Das Designkonzept für den Zoo sowie die Skizze des Zoogrundrisses werden anschließend dem Product Marketing Manager und dem Art Director des Spiels zur Genehmigung vorgelegt.“

View from camera for final shot in Planet Zoo 2 announce trailer

Josef: „Dann können wir bauen!“

Mel: „Die Gestaltung und Einrichtung des Zoos ist der schönste Teil dieses Prozesses, da das Konzept dadurch erst richtig zum Leben erweckt wird. Wir platzieren alle Elemente in einer Szenerie, einschließlich Laub und Felsen, und experimentieren dann mit interessanten Designs und dekorativen Elementen.

Dafür nehmen wir uns am meisten Zeit und stellen uns dabei gern vor, wie sich die Gäste beim Spaziergang durch den Zoo fühlen würden.

Während der Zoo Gestalt annimmt, wird er regelmäßig begutachtet, um sicherzustellen, dass unsere kreative Idee umgesetzt wird.“

Was sind eure Inspirationsquellen?

Mel: „Videos von Touren durch echte Zoos und Aquarien sind eine hervorragende Quelle, wenn es um den gewünschten Grundriss geht. Wir betrachten, was dort für das Besuchererlebnis geschaffen wurde: vom Durchschreiten des Eingangsbereichs über das Ansteuern eines Geheges bis hin zum Schlendern durch verschiedene ‚Zonen‘.“

Josef: „Ich wohne in der Nähe des Chester Zoos und besuche ihn meist ein paar Mal im Jahr. Dort mache ich jede Menge Referenzfotos, da er ein großartiges Beispiel für einen fantastischen, abwechslungsreichen Zoo ist. Außerdem schaue ich mir Bilder der Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum an, die ich dann in meine Designs für Gehege und den Zoo einfließen lassen möchte.

Bei den Manatis habe ich beispielsweise viele Referenzbilder von den heißen Quellen in Florida genutzt und mein Manati-Gehege bewusst künstlich und durchdacht gestaltet, sodass es ihrem natürlichen Lebensraum ähnelt.“

Mel: „Google Earth eignet sich zudem hervorragend, um bebaute Gebiete wie Städte oder schöne Naturlandschaften wie Nationalparks zu erkunden.“

Josef: „Viele unserer Designs sind auch von kulturellen Faktoren geprägt. Aus diesem Grund schaue ich mir gern Farbpaletten und Muster aus den jeweiligen Regionen an, die wir darstellen möchten. Für das Design Süden ließen wir uns stark von den Farben der Flaggen, den Pastelltönen und den beeindruckenden handgefertigten Kreationen der südafrikanischen Regionen inspirieren.“

Mel: „Die Bau-Videos der Community von Planet Zoo bieten eine weitere Inspirationsquelle, auf die wir gern zurückgreifen. Auf diese Weise können wir Ideen aufgreifen, die uns zuvor vielleicht noch nie in den Sinn gekommen sind.“

Erstellt ihr zunächst Entwürfe aus Papier, bevor ihr euch ins Spiel stürzt?

Mel: „Ja, das tun wir tatsächlich. Wir nennen sie Papier-Designs. Das gab es bei der Gestaltung unserer Zoos für das erste Planet Zoo noch nicht. Damals sind wir einfach direkt ins Projekt gesprungen und haben angefangen zu bauen.

Wir erstellen eine Aufnahme aus der Vogelperspektive des vorgesehenen Gebiets und zeichnen einen groben Grundriss des Zoos und der Gehege. Manchmal fügen wir Referenzbilder ein, um uns ein genaueres Bild davon zu machen, wie die Bereiche aussehen sollen und wovon sie inspiriert worden sind.“

Paint over of a zoo created for the Planet Zoo 2 launch trailer

Josef: „Bei größeren Projekten wie beispielsweise dem Veröffentlichungs-Trailer investieren wir viel Zeit in die Ausarbeitung der Papierdesigns, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen bezüglich der gewünschten Funktionen, Kamerawinkel, neuen Spielelemente usw. erfüllt werden.“

Mel: „Außerdem arbeiten wir mit dem leitenden Concept Artist zusammen.

Wir erstellen Screenshots von den Bereichen, an denen wir gerade arbeiten, und teilen diese mit ihm. Daraufhin ergänzt er das Bild mit eigenen Ideen, beispielsweise empfohlenen Szenerien oder Vorschlägen für zusätzliche Details an einem Gebäude.“

Original image of a building in Planet Zoo 2
Building painted over by concept artist in Planet Zoo 2

Wie geht ihr beim Bau eines neuen Zoos oder Geheges vor?

Josef: „Zuerst schaue ich mir den Bereich an, in dem ich arbeiten möchte, und stecke dann die Grenzen des Geheges ab. Wo es möglich ist, beziehe ich gern natürliche Barrieren wie Wasser mit ein. Außerdem versuche ich, Dinge so zu platzieren, dass sie die künstlichen Barrieren zwischen Gästen und Tieren möglichst gut kaschieren.

Anschließend kümmere ich mich um die größeren Elemente, dir mir für mein Gehege vorschweben. Bei einem Flusspferdgehege würde ich zum Beispiel zunächst die Wasserzonen anlegen. So bekomme ich ein Gefühl dafür, wie viel Platz ich zur Verfügung habe und wie viel Landfläche ich einplanen möchte.

Danach arbeite ich mich immer weiter ins Detail vor. Ich beginne mit größeren Elementen wie Bäumen, Felsen und Gehegebarrieren und kümmere mich dann um kleinere Elemente wie Steine, Äste usw.

Block out of the zoo used in the Planet Zoo 2 announce trailer

Ich versuche, die Art, wie ich das Gehege gestaltet habe, auch im Gästebereich fortzuführen. Mit ähnlicher Bepflanzung und möglichst unauffälligen Grenzen soll der Eindruck entstehen, dass Gäste und Tiere Teil derselben Umgebung sind.

Ich schaue mir Bilder vom natürlichen Lebensraum der Tiere an und überlege, wie ich Barrieren so verstecken kann, dass sie sich ganz natürlich in die Umgebung einfügen. Bei den Manatis würde ich zum Beispiel umgestürzte Bäume oder Flussufer nutzen, um Glasscheiben zu kaschieren, die sonst sehr künstlich wirken würden.“

Mel: „Entweder zeichne ich mir per Geländebemalung einen groben Grundriss des Zoos vor, oder, wenn ich schon eine klare Vorstellung habe, lege ich einfach los und lasse meiner Fantasie freien Lauf.“

Grundsätzlich arbeite ich beim Bau eines Zoos oder Geheges immer in mehreren Ebenen. Ich beginne normalerweise mit dem Gelände und ebne es zunächst auf eine einheitliche Höhe ein.

Anschließend lege ich grob die Wege an und plane die wichtigsten Bereiche: den Eingang, das erste Gehege sowie einen Gäste- und einen Mitarbeiterbereich. Mit dem Stempelmodus kann ich außerdem grob die Flächen abstecken, die ich bebauen möchte, zum Beispiel, um die Grundfläche für ein überdachtes Aquarium zu markieren.

Block out of the zoo used in the Planet Zoo 2 announce trailer

Den Eingangsbereich nutze ich gern, um den Stil und die allgemeine gestalterische Richtung für meinen Zoo festzulegen. Der Zoo aus dem Gameplay-Trailer liegt zum Beispiel auf einer Graslandschaft-Karte in Südafrika. Da wollte ich mit der Bepflanzung die typische Fynbos-Vegetation aufgreifen. Das ist eine einzigartige Form von Buschland, die nur in Südafrika vorkommt.

Danach geht es an den Gästebereich. Ich versuche mir vorzustellen, dass ich selbst als Gast durch den Zoo gehe, und platziere deshalb zum Beispiel Imbiss- und Getränkestände in der Nähe des Eingangs. Während der Zoo wächst, plane ich weitere kleinere Gästebereiche ein, damit die Angebote gut über den Zoo verteilt sind. Oder ich schaffe einfach einen schönen Platz mit Blick auf die Landschaft des Zoos.

So wie es mehr als nur einen Gästebereich gibt, plane ich auch mehrere Mitarbeiterbereiche. Die brauche ich, um die Gehege gut versorgen zu können. Diese Bereiche entstehen also normalerweise zeitgleich mit den Gehegen, denn ich möchte sicherstellen, dass zum Beispiel eine Tierpflegerhütte in der Nähe ist, damit die Tiere gefüttert werden können.

Das Tolle an den Mitarbeitereinrichtungen in Planet Zoo 2 ist, dass sie sich nicht negativ auf die Gäste auswirken. Außerdem kann man die Wände entfernen und so offene Gebäude gestalten. Das ist eine schöne Gelegenheit, um mit niedlichen Szenerieelementen wie Uhren, Bücherstapeln und Schränken kreativ zu werden. Man kann mit den Mitarbeitereinrichtungen kleine Geschichten erzählen, die einen Einblick in den Arbeitsalltag geben. Zum Beispiel könnte neben einem Bücherstapel, in dem ein Tierpfleger morgens gern schmökert, eine Tasse Kaffee stehen.

Während ich meine Gehege plane, arbeite ich normalerweise auch weiter am Gelände und am Wegenetz, damit der Grundriss des Zoos nach und nach Gestalt annimmt.

Environment created for the Planet Zoo2 shoebill animal spotlight

Der Zoo soll einen schönen Übergang zwischen den verschiedenen Bereichen haben. Außerdem suche ich nach Möglichkeiten, Höhenunterschiede einzubauen. Ich könnte zum Beispiel den Eingang und den ersten Gästebereich auf einer Ebene anlegen und dann einen Pfad einen Hang hinaufführen, wo sich dann das erste Gehege befindet.

So kann ich gleichzeitig einen schönen Aussichtspunkt schaffen, von dem aus man den Gästebereich und den Eingang überblickt.“

Was ist beim Bau eines neuen Zoos besonders wichtig?

Mel: „Beim Entwurf eines Zoos muss man sich zuerst das große Ganze vor Augen rufen.

Ein wichtiger erster Schritt ist, die allgemeine gestalterische Richtung festzulegen. Dabei kann man überlegen, wie der Zoo aufgebaut sein soll, wie viele Tiere dort leben und welche Geschichte der Zoo erzählen soll. Damit ist gemeint: Wie sollen sich die Gäste fühlen? Sollen sie den Eindruck haben, durch ein Naturschutzgebiet in Südafrika zu laufen? Oder vielleicht durch einen tropischen Wald in Indonesien?

Solche Fragen helfen dabei, herauszufinden, was aus eurem Zoo werden könnte, und beeinflussen auch, wie ihr ihn aufbauen möchtet.

Beim Bau kann es außerdem sehr hilfreich sein, zu wissen, was das Herzstück des Zoos werden soll. Ein schönes Aquarium könnte zum Beispiel als Mittelpunkt dienen. Dann spielt auch die Blickführung eine wichtige Rolle. Auf ihrem Weg durch den Zoo könnten die Gäste immer wieder an Aussichtspunkten vorbeikommen, die den Blick gezielt auf dieses zentrale Schmuckstück lenken.

Indoor aquarium created for Planet Zoo 2 feature focus

Bei der Gestaltung von Gehegen muss man den Zoo eher aus der Nähe betrachten und sich auf die natürliche Umgebung der Tiere, ihre Bedürfnisse und ihr Wohlbefinden sowie auf die Sichtachsen für die Gäste konzentrieren.“

Josef: „Eine meiner Prioritäten ist, den Bedürfnissen der jeweiligen Tierart gerecht zu werden.

Artenschutz und Tierwohl sind uns sehr wichtig. Deshalb möchten wir die Tiere so glücklich und ausdrucksstark wie möglich zeigen!

View in zoo created for Planet Zoo 2 gameplay trailer

Meine Zoos sollen fantasievoll und unterhaltsam sein, aber gleichzeitig auch Wissen vermitteln. Das möchte ich sowohl in den Gehegen als auch in den Gästebereichen zum Ausdruck bringen. Ich verzichte möglichst auf massive Barrieren zwischen Gästen und Tieren. So wird den Besuchern klar, dass sie sich dieselbe Welt mit diesen faszinierenden Tieren teilen.“

Welche neuen oder verbesserten Werkzeuge haben diesen Prozess im Vergleich zum ersten Planet Zoo verändert?

Josef: „Die verbesserten Geländematerialien und die Mischpinsel haben die Gestaltung von Gehegen für mich grundlegend verändert. Es geht jetzt viel schneller. Ich liebe die neuen Graspinsel und die Dynamik, die sie ins Spiel bringen. Die sind wirklich großartig!“

Mel:„Für die natürliche Gestaltung sind die Geländewerkzeuge und der Naturpinsel eine fantastische Ergänzung zum Spiel. Die Geländewerkzeuge sind jetzt noch leistungsfähiger und lassen sich auf eine sehr große Größe einstellen, um entsprechende Flächen zu bearbeiten, oder ganz klein, wenn es um Details geht. Das ist besonders praktisch, wenn man Naturschutzgebiete und Gehege gestaltet.

Auch die Möglichkeit, Szenerie- und Naturelemente in ihrer Größe anzupassen, ist für den Bau von Zoos und Gehegen wirklich Gold wert. Ich nutze das besonders gern bei Pflanzkübeln. Dann kann ich Pflanzen verkleinern, bis sie genau hineinpassen.“

Josef: „Der Naturpinsel ist fantastisch, wenn es darum geht, größere Naturschutzgebiete zu gestalten oder einen Zoo schnell mit Pflanzen zu füllen. So kann man sich auf die Bereiche konzentrieren, die die Gäste am häufigsten sehen.“

Environment created for the Planet Zoo2 shoebill animal spotlight

Mel: „Der Naturpinsel hat für mich vieles verändert, besonders wenn ich eine Fläche schnell mit Pflanzen füllen möchte. Man kann sich einen eigenen Pinsel mit den gewünschten Pflanzen zusammenstellen. Beim Malen bleiben die einzelnen Pflanzen trotzdem separate Szenerieelemente, die man anschließend auswählen und verschieben kann.

Auch das neue Wegesystem macht richtig Spaß. Große Plätze anzulegen oder verschiedene Stile und Farben miteinander zu kombinieren, war noch nie so einfach. Das Stempelwerkzeug bietet verschiedene Formen und Größen. Damit kann man super Wege anlegen oder interessante Formen aus großen Plätzen ausschneiden, um zum Beispiel Platz für Beete zu schaffen.“

Was ist dein Lieblingswerkzeug oder -feature in Planet Zoo 2?

Josef: „Die neuen Landschaftsmaterialien sind einfach wunderschön und machen so viel Spaß. Sie sind definitiv mein Favorit!“

Environment created for the Planet Zoo2 shoebill animal spotlight

Mel: „Der Pinsel zum Einebnen bis zum Fundament ist mein neuer bester Freund. Ich finde ihn besonders praktisch, wenn ich mit erhöhten Bereichen arbeite und ihn mit dem Stempelwerkzeug kombiniere.

Ich verwende oft Würfel und Pyramiden, um zunächst grob die Form eines Berges anzulegen. Anschließend ziehe ich mit dem Pinsel zum Einebnen bis zum Fundament lange Bahnen an den Seiten entlang, um Rillen zu erzeugen. Wenn ich die Stärke des Pinsels verringere, kann ich die harten Kanten anschließend weicher gestalten und sogar flache Plateaus anlegen.

Auch dass man das Gelände unterhalb eines Gewässer bearbeiten kann, wenn das Wasser bereits da ist, finde ich großartig. Ich nutze das regelmäßig für meine Gehege oder für dekorative Flüsse und Seen im Zoo.“

Wie überprüft und verfeinert ihr eure Gestaltung während des Baus?

Mel: „Unsere wichtigsten Anhaltspunkte während des gesamten Prozesses sind immer unser Storyboard und unser Zooplan.

Das Storyboard ist unser wichtigstes Hilfsmittel, denn es begleitet uns von Anfang bis Ende. Es gibt die Richtung vor und legt fest, was wir bauen müssen. Wir orientieren uns immer wieder an den darin vorgesehenen Aufnahmen, um sicherzustellen, dass wir geeignete Bereiche für die Dreharbeiten schaffen. Gleichzeitig vergleichen wir die Gestaltung mit dem Zooplan, damit wir uns nicht von der ursprünglichen kreativen Vision entfernen.

Whiteboard for the Planet Zoo 2 launch trailer

Außerdem besprechen wir den Fortschritt der Zoos regelmäßig mit dem Art Director, den Concept Artists und dem Product Marketing Manager. So stellen wir sicher, dass wir alles berücksichtigen.

Dabei können die anderen ebenfalls kreative Ideen einbringen, weil jemand mit einem frischen Blick oft Dinge entdeckt, die man selbst übersieht. Bei solchen Besprechungen gehen wir den Zoo oder das Gehege tatsächlich gemeinsam ab und schauen uns die Bereiche vor Ort an.“

Wie werden aus diesen Zoos und Gehegen dann Marketingvideos?

Mel: „Nehmen wir als Beispiel die Tier-Vorstellungen. Diese Videos zu erstellen hat wirklich viel Spaß gemacht. 

Wir wollten eine Serie entwickeln, die Tiere auf eine Art zeigt, die an Dokumentarfilme erinnert. Dabei sollten ihre besonderen Verhaltensweisen und interessante Schauplätze im Mittelpunkt stehen, ergänzt durch einen Sprechertext.

Angefangen haben wir deshalb mit den Sprechertexten. Sie gaben der Serie ihren Ton und bildeten die Grundlage für die Storyboards.

Extract of storyboard for Planet Zoo 2 sumatran orangutan animal spotlight

Sobald Text und Storyboard fertig waren, konnten wir daraus ableiten, welche Gehege beziehungsweise Naturschutzgebiete wir für die Aufnahmen brauchten.“

Josef: „Während der Storyboard-Phase erstellen wir zunächst etwas sehr Einfaches und Schnelles, um zu testen, ob das Konzept funktioniert. Im Laufe der verschiedenen Feedback-Runden zu den Trailern passen wir es dann immer weiter an, bis alle Anforderungen erfüllt sind und wir genau das herausgearbeitet haben, was die Spieler sehen möchten!“

Mel: „Ein Gehege ist ein recht kleiner, überschaubarer Bereich für die Aufnahmen. Dadurch ist es aus gestalterischer Sicht zwar schneller vorbereitet, aber bei den Details und beim Gesamtaufbau müssen wir besonders sorgfältig sein, weil alles näher an der Kamera liegt.

Die ersten Bilder eines Videos werden oft sehr genau auf bestimmte Kamerawinkel zugeschnitten. Sie sollen besonders ins Auge fallen. Darum richtet sich alles an der gewählten Perspektive aus. Wir fixieren die Kamera und platzieren die Szenerie dann gezielt nach kompositorischen Prinzipien, zum Beispiel nach der Drittelregel oder mit Linien, die den Blick führen.

Bei der Gestaltung des restlichen Geheges orientieren wir uns stark am Storyboard. Als Erbauer müssen wir nicht nur dafür sorgen, dass die Szene schön aussieht, sondern auch, dass sie für das Tier und sein Verhalten funktioniert. Deshalb testen wir die von uns gebauten Elemente und stellen sicher, dass das Tier sie tatsächlich nutzen kann.

Sobald das Gehege oder auch der gesamte Zoo fertig ist, kann es mit den Aufnahmen losgehen. Die entstandenen Bilder und Szenen werden anschließend an den Schnitt übergeben. Während dieses gesamten Prozesses unterstützt der Erbauer das Team dabei, die Gestaltung für einzelne Aufnahmen weiter zu verfeinern. Manchmal werden Bereiche sogar noch einmal umgebaut, damit sie besser zur Kameraeinstellung passen. Zuletzt setzt der Editor aus allen Aufnahmen das fertige Marketingvideo zusammen.“

Wie unterscheidet sich der Bau eines Zoos oder Geheges für Marketingzwecke von dem, was Spieler normalerweise tun?

Josef: „Spieler bekommen alle Elemente fertig geliefert und können direkt loslegen!

Während der aktiven Entwicklung müssen wir uns hingegen beim Bau unserer Zoos ständig mit dem Entwicklerteam darüber abstimmen, welche Spielelemente bereits fertig sind. Im Grunde kann sich während des gesamten Bauprozesses jederzeit etwas ändern. Deshalb müssen wir sehr flexibel sein und unsere Gestaltung gegebenenfalls immer wieder anpassen.“

Mel: „Wir erstellen das, was wir ‚schöne Ecken‘ nennen. Das sind kleinere Bereiche, die oft gezielt für einen bestimmten Kamerawinkel gestaltet werden. Aus einer anderen Perspektive können sie ziemlich verrückt aussehen.“

Indoor aquarium created for Planet Zoo 2 feature focus

Josef: „Außerdem müssen wir berücksichtigen, welche Kamerawinkel wir für die Trailer verwenden und ob derselbe Zoo später auch für andere Marketingvideos zum Einsatz kommt.

Die Gestaltung muss für verschiedene Videos funktionieren. Deshalb verbringen wir viel Zeit damit, Kamerawinkel zu finden, die für unsere unterschiedlichen Trailer und Screenshots funktionieren.

Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist ziemlich aufwendig und erfordert viel Abstimmung zwischen den verschiedenen Abteilungen. Es ist wirklich ein gemeinschaftlicher Prozess!“

Wie ist es, eure Kreationen dann in unserem Marketing zu sehen?

Mel: „Es ist eines der schönsten Gefühle überhaupt, etwas zu sehen, in das man so viel Zeit und Arbeit gesteckt hat. Wenn die Videos veröffentlicht werden, lese ich am liebsten die Kommentare und schaue, was die Spieler davon halten und worauf sie sich besonders freuen.“

„Als Künstlerin, die Planet Zoo 2 wirklich sehr liebt, habe ich das Gefühl, dass in allem, was ich erschaffe, auch ein kleines Stück von mir steckt. Wenn ich dann die Reaktionen auf ein Video sehe, motiviert mich das ungemein, noch coolere Dinge auszuprobieren.“

Josef: „Es fühlt sich großartig an. Ich liebe es, wie begeistert unsere Spieler sind und wie sehr sie sich darauf freuen, unsere Spiele zu spielen.

Ich stecke in alles, was ich mache, sehr viel Herzblut und möchte unserem großartigen Entwicklerteam gerecht werden, indem ich unsere Spiele so gut wie möglich in Szene setze! Das gesamte Team von Planet Zoo 2 ist mit viel Leidenschaft dabei und dieses Spiel liegt uns allen sehr am Herzen.“

Mel: „Mein persönliches Highlight war, als ich meine Screenshots vom Sumatra-Tiger und vom Flusspferd in der Zeitschrift PC Gamer gesehen habe. Das sind tolle Beispiele für Szenen, die speziell für einen bestimmten Kamerawinkel gestaltet wurden. 

Hippo family screenshot for PC Gamer

Die Veröffentlichungen der Tier-Vorstellungen waren tolle Momente. Solche Videos wollte ich schon beim ersten Planet Zoo immer machen. Mit Planet Zoo 2 wurde dieser Traum wahr und ich durfte tatsächlich daran arbeiten!

Ich war nicht nur an der Gestaltung der Gehege beteiligt, sondern habe auch die Sprechertexte für alle Folgen geschrieben und die ersten drei Folgen selbst aufgenommen und geschnitten.

An etwas zu arbeiten, das man liebt und für das man brennt, macht einfach unglaublich viel Freude.“


Eine wildere Welt erschaffen

Vielen Dank an Mel und Josef für diesen spannenden Blick hinter die Kulissen!

Das gesamte Frontier-Team steckt unglaublich viel Leidenschaft in Planet Zoo 2, und wir haben es sehr genossen, euch in dieser „Hinter den Kulissen“-Reihe einen ausführlichen Einblick in die Entstehung des Spiels zu geben.

Und das war noch nicht der letzte Auftritt von Mel und Josef! Nach dem Launch werden die beiden auf der Website von Planet Zoo 2 zu sehen sein und euch Tipps für den Bau eurer eigenen Zoos geben.


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