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Hinter den Kulissen: Gefiederte Freunde
Schnappt euch euer Fernglas und macht euch darauf gefasst, den Entwicklungsprozess der Vögel in Planet Zoo 2 zu entdecken!
Hallo Zoowärter*innen!
In diesem Blick hinter die Kulissen begeben wir uns in luftige Höhen. Wir zeigen euch, wie wir die neuen gefiederten Bewohner für Planet Zoo 2 entwickelt haben.
Schnappt euch euer Fernglas und macht euch darauf gefasst, den Entwicklungsprozess der Vögel in Planet Zoo 2 zu entdecken!
Blick zum Himmel
Flugfähige Vögel standen seit Beginn unserer Planung im Mittelpunkt unserer Vision für Planet Zoo 2. Allerdings stellten sie uns vor eine Vielzahl unerwarteter Herausforderungen, die wir nach und nach bewältigen mussten.
Wie bei allen unseren Tieren in Planet Zoo 2 benötigen wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen spieltauglichen Modellen und anatomischer Genauigkeit. Dabei versuchen wir, jede Tierart so originalgetreu wie möglich widerzuspiegeln. Bei fliegenden Vögeln umfasst dies unter anderem die Anzahl der Flugfedern, die Silhouetten der einzelnen Federn, die Funktionsweise der anliegenden oder ausgebreiteten Flügel, die Färbung und Musterung sowie den Geschlechtsdimorphismus, um nur einige Aspekte zu nennen.
Wir mussten feststellen, dass es in der Spieleindustrie nur sehr wenige Beispiele für spieltaugliche Vögel gab, die den hohen visuellen Standards entsprachen, die wir uns für Planet Zoo 2 gesetzt haben. Vögel fungieren in Spielen oft als Hintergrundelemente und werden aus Leistungs- und Budgetgründen in der Regel recht einfach dargestellt. In Planet Zoo 2 gehören unsere Vögel jedoch zu den Stars des Spiels!
Um unsere neuen Vogelarten zur Geltung zu bringen, hat das Team hier bei Frontier eine spezielle, hochtechnische Arbeitsweise entwickelt, die ausschließlich auf diese Tiere zugeschnitten ist. Sie basiert auf offenen und geschlossenen Polygon-Meshes für Flügel, zwischen denen unsere Animatoren je nach Bewegung und Flugverhalten der Vögel frei wechseln können.
Die Erstellung dieser Assets erforderte eine genaue Planung und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Teams für Character Art, Rigging und Animation. Nur so konnten wir die vielfältigen Herausforderungen meistern, die umherfliegende Vögel mit sich bringen.
Die erste technische Herausforderung zeigte sich, als wir separate offene und anliegende Flügel konstruieren mussten. Diese sollten sich nahtlos sowohl an den Körper als auch aneinander anpassen, ähnlich wie ineinandergreifende Puzzleteile. Auf diese Weise können wir zwischen den vom Vogelmodell verwendeten Meshes wechseln, je nachdem, ob der Flügel geöffnet oder anliegend sein soll. Der Wechsel erfolgt dabei so natürlich wie möglich (und ist für den Spieler praktisch unsichtbar).
Dazu modellieren wir den Vogel so, dass ein Flügel ausgebreitet und der andere anliegend ist, wobei der Körper selbst vollkommen symmetrisch bleibt. Nachdem dieses Modell für den Einsatz im Spiel optimiert wurde, trennten wir Flügel und Rumpf voneinander und spiegelten sie, um jeweils eine rechte und eine linke Version zu erstellen. Das Ergebnis dieses Verfahrens ist ein spielfertiges Modell mit passenden offenen und anliegenden Flügeln, die nahtlos ausgetauscht werden können.
Selbst die Federn bereiteten dem Team große Schwierigkeiten.
Jeder Vogel in Planet Zoo 2 basiert auf einer Kombination aus speziell angefertigten Federkarten, handgemalten Texturen und unserem eigens entwickelten Fell-Shader. Unsere talentierten Character Artists investierten viel Zeit darin, diese Karten von Hand zu erstellen und einzubetten. Dabei legten sie sorgfältig mehrere Schichten übereinander, um präzise Flügel, Schwanzfedern und Hauben für unsere Vögel zu kreieren. Manchmal wurden für einen einzigen Vogel Hunderte von Federkarten eingebettet!
Dies ist entscheidend für die Erstellung der verschiedenen Schichten, aus denen sich ein Vogelflügel in Planet Zoo 2 zusammensetzt:
- Das Mesh: Es bildet den Hauptteil des Flügels und stellt die Skelett- und Muskelstruktur dar.
- Die Flugfedern: Federkarten, die einzeln in das Mesh eingefügt, dicht aneinander gestapelt und durch Animation individuell in Bewegung versetzt wurden.
- Die Schirmfedern: Sie liegen oberhalb und manchmal auch unterhalb der Flugfedern und bilden den Übergang zwischen den vorherigen Schichten.
Je nach den Anforderungen der jeweiligen Vogelart können auch noch zwei weitere Schichten hinzugefügt werden:
- Rückengefieder: Strukturen, die den Oberkörper und den Flügel bedecken und die Rückenfedern darstellen. In der Regel gibt es eine offene und eine anliegende Version, die zu unseren austauschbaren Flügeln passen.
- Taschen: Diese überlappen in der Regel die Brust- und die unteren Flügel-Meshes. So kann sich der anliegende Flügel in eine Tasche aus Gefieder schmiegen, womit das natürliche Verhalten der Vögel nachgebildet wird.
Auch die Texturierung unserer Vögel war besonders knifflig und erforderte viele handgefertigte Details, um die Vielfalt der Federn und Muster unserer Vögel originalgetreu umzusetzen.
Da jeder Vogel eine ganz bestimmte Herangehensweise erfordert, hat das Character-Art-Team eine riesige Bibliothek mit Federpinseln und anderen Ressourcen zusammengestellt, die hierfür verwendet werden können. Bei der Texturierung unserer Vögel mussten wir außerdem besonders auf die Kontinuität zwischen den Texturen für die austauschbaren Flügel und den Übergängen zum Körper achten, damit das System für austauschbare Flügel nahtlos zwischen offenen und anliegenden Flügeln wechseln kann.
Insgesamt waren zahlreiche Versuche, eine enge Zusammenarbeit sowie umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit erforderlich, um einen Ansatz für die Entwicklung fliegender Vögel zu finden, der für unsere Teams in den Bereichen Character Art, Animation und Rigging geeignet war. Das Endergebnis, obwohl es sich hierbei um einige unserer komplexesten Objekte handelt, sind die atemberaubenden Vögel, die ihr in Planet Zoo 2 bestaunen könnt!
Sich die Trainingsflügel verdienen
Ein wesentlicher Aspekt unserer neuen Flugvögel für Planet Zoo 2 ist ihre, na ja, Flugfähigkeit!
Das Fliegen ist eine besonders komplexe Form der Fortbewegung. Aus diesem Grund hat das Team viel Zeit und Mühe investiert, um das Fliegen authentisch erscheinen zu lassen. Dies wurde durch gleichmäßige Flugbahnen und Animationen erreicht, die der realen Welt entsprechen. Je nach Flugphase müssen Tiere beispielsweise unterschiedliche Kräfte aufbringen, um genügend Auftrieb zu erzeugen oder aufzusteigen. Um dies zu realisieren, wurden dynamische Systeme entwickelt, die die Intensität des Flügelschlags anpassen, je nachdem, ob ein Vogel steil oder sanft aufsteigt oder auf gleicher Höhe bleibt. Außerdem haben wir ein „Windgeräusch“-System integriert, um die Auswirkungen der Luftströmung auf die Bewegung und das Gefieder der Vögel im Flug zu simulieren.
Ähnlich wie bei unseren Wassertieren, die bestimmte Bereiche innerhalb der Wassersäule bevorzugen, gibt es auch bei unseren Vögeln verschiedene Parameter und Präferenzen, die wir anpassen können. Verschiedene Arten bevorzugen unterschiedliche Flughöhen, in denen sie sich idealerweise aufhalten und entsprechend verhalten. So können wir beispielsweise festlegen, ob sich Vögel lieber an der absoluten Höhe (Höhe über dem Meeresspiegel) oder an der relativen Höhe (Höhe über dem Terrain) orientieren. Dadurch beeinflussen wir, wie sie auf das überflogene Gelände reagieren. Überfliegen sie beispielsweise ein Tal oder gleiten sie hindurch?
Anhand dieser Parameter kann das Team unterschiedliche Flugmuster für größere und kleinere Vögel sowie für solche, die wendiger, und solche, die vielleicht ein klein wenig unbeholfener sind, modellieren. Demnach zeigt ein Adler, der über einer Schlucht schwebt, ein anderes Flugverhalten als ein Doppelhornvogel, der unter dem Blätterdach des Regenwaldes fliegt.
Bei der Landung unserer Vögel mussten wir sicherstellen, dass unsere Flugtiere aus jedem Anflugwinkel und auf jeder Oberfläche eine sanfte Landung hinlegen konnten. Gleichzeitig mussten wir berücksichtigen, dass viele Vögel unterschiedlich landen: manche bevorzugen einen langen Gleitflug, andere einen kurzen und schnellen. Um dem Animationsteam die nötige Flexibilität zu ermöglichen, haben wir viel Zeit in die Planung und Abstimmung der Entfernung und Geschwindigkeit jeder Landungsanimation für unsere Vögel investiert. Das Ergebnis ist ein flüssiges Landeverhalten, das individuell auf jede Vogelart zugeschnitten ist und authentisch wirkt.
Den ersten Flug unseres Seeadlers im Spiel zu erleben, war für das Team ein spektakulärer Moment. Er konnte zwar noch keine Punktlandung vollführen und stürzte häufig zu Boden (wo er dann auch liegen blieb), aber das war genau der Motivationsschub, den wir zu Beginn der Entwicklung brauchten, um unsere Vögel weiter zu verbessern und zu perfektionieren.
Spatzenhirn
Die Entwicklung von Flugsystemen für unsere Vögel war zwar grundsätzlich gut, jedoch mussten wir auch ihre Landung, das Sitzen auf Objekten, ihre Interaktion mit der Umgebung sowie die Nutzung unseres neuen Tiergehirns berücksichtigen.
Unsere Flugtiere verfügen über dasselbe Gehirn und dasselbe Entscheidungsvermögen wie andere Tiere in Planet Zoo 2. Ihr Verhaltensrepertoire und die möglichen Situationen können sich jedoch ein wenig von denen der Landtiere unterscheiden.
Beispielsweise sind Vögel, die überwiegend auf Bäumen leben, bevorzugt auf Ästen zu finden. Bei dieser neuen Verhaltensweise sitzen Tiere meist auf Bäumen und bestimmten Objekten in ihrem Lebensraum. Je nach ihren Vorlieben zeigen Vögel an diesen Sitzplätzen auch bestimmte Verhaltensweisen wie Ausstrecken und Sonnenbaden. Andere eher terrestrische Vögel bevorzugen es möglicherweise, entweder auf dem Boden oder im seichten Wasser umherzulaufen.
Je nach Art reagieren Vögel zudem unterschiedlich auf die mit dem Flug verbundenen Anstrengungen. Das wirkt sich auf ihr Verhalten aus. Wenn ein Watvogel und ein Baumvogel zur selben Futterstelle auf der anderen Seite eines Geheges gelangen wollen, gehen sie dabei unterschiedlich vor. Für den Baumvogel ist der Flugweg zu dieser Futterstelle effizienter als der Fußweg dorthin, während der Watvogel es vorzieht, auf dem Boden oder durch das Wasser dorthin zu laufen.
Die Implementierung des Sitzverhaltens gestaltete sich für uns recht kompliziert. Nur weil ein Tier sich auf etwas niedersetzen kann, heißt das noch lange nicht, dass der Weg dorthin frei und unbeschränkt ist. Wir verwenden zudem Physik-basierte Sitzstangen, die für zusätzliche Komplexität sorgen, wenn sich Tiere darauf niederlassen. Dabei müssen sie nämlich auf die Bewegung der Sitzstange reagieren und sich mit ihr mitbewegen.
Bei der Implementierung dieser Systeme gab es zwar jede Menge lustige Pannen, aber sie alle haben dazu beigetragen, dass sich unsere Vögel nun abwechslungsreicher und authentischer verhalten!
Sein Nest einrichten
Im ersten Planet Zoo vereinfachten wir die Geburt unserer eierlegenden Tiere, indem wir Nester komplett wegließen und für alle unsere Tiere ein und dasselbe System der Lebendgeburt verwendeten.
Für Planet Zoo 2 gab uns unsere Auswahl an neuen flugfähigen, altbekannten flugunfähigen Vögeln und eierlegenden Reptilien den perfekten Anlass, um uns mit dem Nistverhalten zu befassen.
Man muss diesen Tieren nun innerhalb eines Geheges geeignete Nistplätze pro Brutpaar zur Verfügung stellen, damit sie sich fortpflanzen können. Tiere, die ein Nest benötigen, können sich erst fortpflanzen, wenn sich in ihrem Gehege ein Nest befindet und sie dieses für sich beansprucht haben. Nach der Paarung legt das Weibchen dann Eier im Nest ab, die je nach Art entweder vom Männchen oder vom Weibchen (manchmal auch von beiden!) bebrütet werden. Bei Reptilien erfolgt dies etwas anders: Ihre Eier brüten sich allein aus (auch wenn manche Mütter ihre Nester bewachen).
Sobald die Eier ausgebrütet sind, ist es Zeit, ein paar neue Gesichter willkommen zu heißen!
Bei Reptilien und flugunfähigen Vögeln übernehmen wir das bekannte Konzept aus dem ersten Planet Zoo, bei dem Jungtiere die Welt um sich herum frei erkunden können. Flugfähige Vögel sind hingegen nach dem Schlüpfen nestgebunden und bleiben unter der Obhut ihrer Eltern im Nest. Bei Erreichen des Flüggewerdens sind sie ausgewachsen und legen ihr zotteliges Gefieder für das Erwachsenengefieder ab. Sie gelten jedoch weiterhin als Jungvögel und werden erst dann auf die Populationsgrenze für erwachsene Vögel angerechnet, wenn sie geschlechtsreif sind.
Das Nisten ist ein wesentliches Merkmal von Vögeln und spielt für unsere Zoowärter*innen eine entscheidende Rolle, damit sich diese neuen gefiederten Bewohner gut entwickeln können.
Ein Ort, um die Flügel auszubreiten
Unsere neuen Flugtiere eröffnen den Zoowärter*innen zudem ganz neue Möglichkeiten bei der Gestaltung der Gehege: Volieren!
Die Gehege können nun überdacht werden, wobei die Dächer an Barrierepfosten und wahlweise auch an Dachstützen befestigt werden. So entsteht im Handumdrehen ein individueller, ausbruchsicherer Flugraum für eure Vögel, der sowohl die Sicherheit der Gäste als auch der Tiere gewährleistet.
Auch wenn wir diese Gehege als Volieren bezeichnen, lassen sich diese Dächer tatsächlich auch in anderen Gehegen verwenden und eignen sich hervorragend für abwechslungsreichere Konstruktionen für kletternde Tiere oder solche, die etwas sprungfreudiger sind.
Alle fliegenden Tiere in Planet Zoo 2 benötigen einen gewissen Platz zum Fliegen, was ihr beim Bau eurer Volieren berücksichtigen müsst. Ähnlich wie die bevorzugte Wassertiefe unserer Wassertiere benötigen auch Vögel genügend Platz, um ihre Flügel richtig ausbreiten zu können.
Neben dem Bau einer großzügig bemessenen Voliere müsst ihr euren Vögeln auch reichlich Sitzmöglichkeiten, Beschäftigungen, Futterspender und Nester zur Fortpflanzung bereitstellen.
Da Vögel fliegen und viele Arten gern in Bäumen sitzen, müssen die Gäste oft nach oben schauen, um die Tiere beobachten zu können. Um euren Gästen eine gute Sicht zu verschaffen, werden erhöhte Laufstege (sowohl im Innen- als auch im Außenbereich) sowie Volieren in den Zoos von Planet Zoo 2 zum festen Bestandteil!
Weiter und höher
Neben unseren Wassertieren waren die flugfähigen Vögel eine große Weiterentwicklung für Planet Zoo 2. Wir mussten neue Prozesse und Technologien entwickeln und zahlreiche Ideen sammeln, um sie möglichst realistisch darzustellen – genau so, wie wir es uns vorgenommen hatten.
Es war eine wahre Freude für das Team, die Früchte dieser harten Arbeit zu ernten. Die größte Freude wird es aber sein, diese neuen Flugtiere ab Oktober in euren Zoos und Naturschutzgebieten zu beobachten!
Planet Zoo 2 kann ab sofort für PC, PS5 und Xbox Series X|S vorbestellt werden. Bleibt mit uns im Gespräch, folgt unseren Social-Media-Kanälen, abonniert unseren Newsletter (und sichert euch eine exklusive In-Game-Belohnung) und haltet auf unserer Website Ausschau nach neuen Updates.

