Hinter den Kulissen: Auf Tauchgang
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Hinter den Kulissen: Auf Tauchgang

Setzt eure Schnorchel auf, zieht den Neoprenanzug an und schnallt die Flossen fest. Wir tauchen nun hinter die Kulissen, wo die fantastischen Wassertiere von Planet Zoo 2 auf uns warten!

Hallo Zoowärter*innen!

Wir melden uns mit weiteren Einblicken hinter die Kulissen von Planet Zoo 2 zurück. Dieses Mal tauchen wir tief in die Unterwasserwelt hinab, um die Bewohner der brandneuen Aquarien des Nachfolgers kennenzulernen.

Also: Setzt eure Schnorchel auf, zieht den Neoprenanzug an und schnallt die Flossen fest. Wir tauchen nun hinter die Kulissen, wo die fantastischen Wassertiere von Planet Zoo 2 auf uns warten!


Fischlisten der Community

Die Community von Planet Zoo hat sich immer wieder vollständig aquatische Tierarten gewünscht.

Zwar gehörten Fische, Schildkröten und Meeressäuger schon immer zu den beliebtesten Wünschen der Community, doch erst als die Arbeit an Planet Zoo 2 begann, konnten wir diesen Tieren auch gerecht werden. Wassertiere erfordern im Vergleich zu Landtieren eine völlig andere Herangehensweise. Hinzu kommen feuchtere Gehege, die besondere Systeme und die dazugehörige Technik benötigen. All das mussten wir von Grund auf neu entwickeln!

A blacktip reef shark

Selbst bei unserer Forschung und der Auswahl der im Spiel vorkommenden Arten zeigten sich bei Wassertieren Unterschiede. Wie bereits in unserem vorherigen Hinter den Kulissen erwähnt, leisten wir intensive Recherchearbeit zu jedem Tier, das in Planet Zoo 2 vorkommt. Das umfasst Gespräche mit Experten, die Auswertung der Roten Liste der IUCN sowie die Erstellung umfangreicher Kataloge mit Referenzfotos und -videos.

Bei diesem Verfahren stießen wir auf Hindernisse, da sich die Daten für Fische und andere Wassertiere erheblich von denen für Landtiere unterscheiden. Die Populationszahlen stammen beispielsweise häufig aus der Fischereiindustrie. Kurz gesagt: Der Ozean ist für den Menschen nach wie vor eine derart unerforschte Welt, dass fundierte Untersuchungen tatsächlich schwierig durchführbar sind!

Bei der Auswahl unserer Wassertiere war es uns zudem wichtig, die aktuellen Trends der modernen Tierhaltung und der ethischen Praktiken zu berücksichtigen. Arterhaltung und Tier-Wohlbefinden sind zentrale Werte von Planet Zoo 2. Für uns stehen diese Aspekte hinsichtlich unserer Wasserlebewesen im Vordergrund. Wir möchten sicherstellen, dass die von uns ausgewählten Tierarten für die bei der Veröffentlichung verfügbaren Gehege geeignet sind.

3D sculpt of the great hammerhead shark in Planet Zoo 2

Nach Abschluss unserer Recherchen und der Wahl der Wassertiere für Planet Zoo 2 konnten wir sie nun endlich zum Leben erwecken!


Ins kalte Wasser springen

Einer der größten Unterschiede zwischen Wassertieren und Landtieren in Planet Zoo 2 sind natürlich ihre Gehege, die Aquarien.

In Aquarien bewegen sich die Tiere ständig in einem dreidimensionalen Raum und interagieren mit den vom Spieler errichteten Strukturen auf eine andere Art und Weise als unsere Landtiere. Daher bedarf es für fast alle Interaktionen eines anderen Konzepts.

Von der Bewegung bis hin zur sozialen Interaktion musste alles überarbeitet werden, um dieser dreidimensionalen Bewegung gerecht zu werden. Da sich die meisten Wassertiere unter Wasser immerzu in bestimmter Weise bewegen, waren zahlreiche Überarbeitungen erforderlich, bis es überzeugend aussah!

Die meisten Wassertiere in Planet Zoo 2 bevorzugen unterschiedliche Bereiche innerhalb der Wassersäule (die relative Höhe des Wassers), je nachdem, wo sie sich am liebsten aufhalten. Obwohl wir ihre Aufenthaltsdauer an der Oberfläche, am Grund oder auf dem Aquarienboden steuern können, mussten wir für epipelagische oder mesopelagische Tiere neue Parameter hinzufügen, um ihre bevorzugten Tiefen zu bestimmen. Allerdings haben wir diese vereinfacht, damit sie im Spiel sinnvoll bleiben (wir erwarten ja nicht, dass Spieler Aquarien mit einer Tiefe von mehr als 200 m bauen!). Das bedeutet also, dass Wasserlebewesen bestimmte Bereiche im Wasser bevorzugen. Ein Schwarzspitzenriffhai schwimmt beispielsweise in der Regel lieber näher an der Oberfläche als ein Großer Hammerhai.

Weitere Informationen zum Verhalten der Tiere in Planet Zoo 2 findet ihr in unserem Artikel Zoogeflüster: Das Tiergehirn.

Auch der Grund eines Aquariums war für unsere Wassertiere ein völlig neues Terrain. Wir mussten daher neue Methoden finden, um die Tiere am Boden und an Unterwasserobjekten (Felsen, Korallen, Pflanzen, Beschäftigungen usw.) auszurichten, damit ihre Bewegungsabläufe natürlich wirkten.

Die Umsetzung unserer Wassertiere hat uns dazu veranlasst, einige ungewöhnliche Fragen zu stellen, wie zum Beispiel: „Was macht ein Fisch eigentlich, wenn er sich ausruht?“

Anfangs hörten unsere Fische nicht einfach so mit dem Schwimmen auf, aber als es dunkel wurde und unser Napoleon-Lippfisch immer weiter im Kreis schwamm, wurde uns schnell klar: Hey, sollten diese Kerlchen sich nicht mal ein bisschen ausruhen? Fische schlafen zwar nicht auf die gleiche Weise wie wir, aber sie haben durchaus Ruhephasen und Zeiten mit geringerer Aktivität, die wir im Spiel darstellen mussten. Um dies widerzuspiegeln, entwickelten wir einen neuen Schwebezustand für Wassertiere. In diesem Zustand treibt das Tier langsam umher, ohne sich dabei sonderlich fortzubewegen. Andere Wassertiere schlafen meist auf dem Grund, was wir in unser neues Fortbewegungssystem integriert haben.

All diese neuen Verhaltensweisen und Interaktionen erforderten umfangreiche Tests und zahlreiche Überarbeitungen, bis schließlich die authentischen Bewegungen und das Verhalten zustande kamen, die ihr in Planet Zoo 2 auf euren Bildschirmen bestaunen könnt.


Einfach weiterschwimmen

Ein weiterer wesentlicher Unterschied, den wir bei unseren Wassertieren berücksichtigen mussten, war ihr Schwarmverhalten. Wenn sich Fische zu großen Schwärmen zusammenschließen, können sie spektakulär kunstvolle und komplexe, synchronisierte Bewegungen ausführen. Dies stellte uns vor erhebliche Herausforderungen, sowohl was die Spielleistung als auch die Komplexität aus Sicht der Spieler betrifft.

Da kam die Idee auf, Schwärme für bestimmte Wassertiere in Planet Zoo 2 einzuführen. Diese Tiere werden nicht als Individuen, sondern als Gruppe gesteuert. Sie bleiben als ein einziger Schwarm beisammen.

Anstatt Hunderte Tiere eines Schwarms einzeln zu steuern, kontrollieren Spieler und die Spiel-Engine den Schwarm als eine Einheit. Dies erstreckt sich sogar auf das Wohlbefinden des Schwarms. Sie werden als Gruppe angesehen und nicht als einzelne Tiere.

Da wir die Tiere zu einem Schwarm gruppierten, mussten wir außerdem ein neues Fortbewegungssystem auf Basis von Boid-Verhaltensmustern entwickeln, das die Richtung, den Zusammenhang und die Ausbreitung des Schwarms als Ganzes bestimmt. Dadurch können sich die Tiere als Einheit bewegen, während gleichzeitig erkennbar bleibt, dass der Schwarm aus einer Ansammlung von Individuen besteht.

Schwärme verfügen zwar nicht über dieselben vielfältigen animierten Verhaltensweisen wie unsere anderen Tiere, passen ihr Schwarmverhalten jedoch an die jeweiligen Situationen an. Beispielsweise kann sich ein Fischschwarm bei der Begegnung mit einem Raubtier für eine gewisse Zeit dichter zusammenballen und schneller schwimmen, als sie es normalerweise tun würden. Schwärme reagieren zudem auf die Gegenwart größerer Wassertiere und sogar auf tauchende Mitarbeiter, indem sie ihnen ausweichen.


Es gibt immer einen noch größeren Fisch

Neben Fischschwärmen bietet Planet Zoo 2 auch komplexere Individuen.

Im Gegensatz zu Schwärmen erfordern diese komplexen Tiere eine gezieltere und direktere Versorgung, wobei ihr Wohlbefinden und ihr Verhalten dieselbe Vielschichtigkeit aufweisen wie bei unseren Landtieren.

3D sculpt of the hawksbill turtle in Planet Zoo 2

Natürlich haben sie auch ihre ganz eigenen Macken, die wir berücksichtigen mussten!

Viele der aktiveren Wassertiere (insbesondere Staudruckatmer wie der Schwarzspitzenriffhai, die zum Atmen schwimmen müssen) wirkten ziemlich unberechenbar, als wir sie zum ersten Mal in unseren Aquarien schwimmen ließen. Sie bewegten sich dabei willkürlich zwischen verschiedenen Punkten im Wasser hin und her. Wir fanden heraus, dass echte Haifischbecken in der Regel so konstruiert sind, dass sie den Bedürfnissen der Haie nach langen, geraden Schwimmwegen ohne enge Kurven gerecht werden (wie beispielsweise bei ovalen Becken). Außerdem neigen Haie in Aquarien dazu, den ihnen zur Verfügung stehenden Raum optimal zu nutzen, indem sie sich am Beckenrand entlangbewegen.

Um dieses sogenannte „Fenstersurfen“ einzubetten, haben unsere Programmierer eine neue Methode entwickelt, die Bahnen entlang der Beckenränder generiert und dabei die Wahrscheinlichkeit berücksichtigt, dass sich ein Tier entlang der Barriereabschnitte bewegt, anstatt einen beliebigen Punkt mitten im Wasser anzusteuern.

In Planet Zoo 2 werdet ihr häufig Haie beim „Fenstersurfen“ beobachten können, aber auch andere komplexe Wassertiere profitieren gewissermaßen von diesem System. Wir fanden es einfach toll, dass der Mondfisch hin und wieder gemächlich direkt am Besucherbereich vorbeischwamm und neugierig beobachtete, was die Gäste so treiben.

Genau wie bei unseren Landtieren haben wir jede Menge Zeit damit verbracht, bestimmte Verhaltensweisen in unseren Tieren zu implementieren, damit sich jede Art wirklich einzigartig anfühlt.

Ein Verhalten, das innerhalb des Teams heiß diskutiert wurde, war das „Aufblähen“ des Kugelfisches.

Dabei handelt es sich normalerweise um ein Abwehrverhalten, das Kugelfische vor allem in Stresssituationen und bei Bedrohung aufzeigen. Da dies jedoch ein so typisches Verhalten für dieses Tier ist, haben wir beschlossen, es als sehr seltenes Standardverhalten umzusetzen!


Wassermanagement

Im Allgemeinen gelten für Wassertiere dieselben Anforderungen an das Wohlbefinden wie für Landtiere, wobei sich Faktoren wie freie Flächen, Stress, Ernährung und weitere Einflüsse auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden auswirken.

Der entscheidende Unterschied bei Wasserlebewesen besteht darin, dass sie zusätzlich einen bestimmten Salzgehalt benötigen. Dieser muss korrekt eingestellt werden, damit diese Tiere überleben.

Dazu müsst ihr ein noch nie dagewesenes Filternetzwerk in eurem Zoo installieren und verwalten, es konfigurieren und mit euren Aquarien verbinden. Außerdem müsst ihr die Wassertemperatur und die Wasserqualität im Auge behalten, damit eure Wassertiere gesund bleiben.

Auch die Fütterung unter Wasser war ein Aspekt, der bei Planet Zoo 2 etwas Zuwendung und Aufmerksamkeit benötigte.

Bei unseren semi-aquatischen Tierarten im ersten Planet Zoo war das Fressen unter Wasser optional. Man konnte zwar einen Unterwasser-Futterspender installieren, doch ohne diesen legten die Tierpfleger das Futter einfach auf den Boden des terrestrischen Bereichs des Geheges. Da das bei Aquarien natürlich nicht möglich ist, haben wir eine neue Funktion für Mitarbeiter entwickelt, mit der frei schwebende Futterspender generiert werden können. Damit können reine Wasserlebewesen gefüttert werden, selbst wenn man vergessen hat, eine Futterstation für sie aufzustellen. So wie sich unsere Landtiere in Planet Zoo 2 von Bäumen und Sträuchern ernähren können, können auch Wassertiere bestimmte Wasserpflanzen fressen.

Während ein herkömmlicher terrestrischer Lebensraum vor allem auf gut gestaltete, weitläufige Flächen angewiesen ist, liegt die Herausforderung beim Bau guter Aquarien in Planet Zoo 2 in ihrer Höhe. Es ist eure Aufgabe, Aquarien aufzubauen, die alles bieten, was eure Wassertierchen brauchen, und gleichzeitig euren Gästen einen guten Blick ermöglichen!

Erfahrt in unserem Funktions-Highlight mehr über unsere tollen Unterwasserfreunde!
 


Den Sprung wagen

Aquarien und reine Wassertiere erweitern die Spielwelt von Planet Zoo 2 um eine ganz neue Dimension, die es für die Spieler zu entdecken gilt. Freut euch auf jede Menge neue Verhaltensweisen, Verwaltungskonzepte und Baumöglichkeiten.

Es war uns eine große Freude, diese heiß ersehnte Funktion endlich in einem Planet Zoo umzusetzen. Wir sind schon ganz gespannt auf die tollen Aquarien, die nach dem Verkaufsstart im Oktober entstehen werden!


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